Games / Netzwelt

Google Chromecast im Test

Googles hauseigene Streaming-Lösung auf dem Prüfstand In Sachen elektronische Unterhaltung sind in der heutigen Zeit alles Regler auf „Home Entertainment“ gestellt. Was ist mit diesem saloppen Begriff überhaupt gemeint ist und was er umfasst, gilt es zunächst zu klären.
| Moritz Janowsky |

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

In Sachen elektronische Unterhaltung sind in der heutigen Zeit alles Regler auf „Home Entertainment“ gestellt. Was ist mit diesem saloppen Begriff überhaupt gemeint ist und was er umfasst, gilt es zunächst zu klären.

Googles hauseigene Streaming-Lösung auf dem Prüfstand

Nun, meistens ist damit das anschauen eurer Lieblingsserien und -filmen in eurem Wohnzimmer, von der Couch aus gemeint. In Zeiten wo die meisten Inhalte online verfügbar sind, sind die Grenzen der verschiedenen Hardware-Anforderungen oft fließend. Ob die aktuelle Staffel von „The Bing Bang Theory“ jetzt auf dem Tablet, Notebook oder dem Smartphone angeschaut wird, ist in den meisten Fällen nur von eurer persönlichen Präferenz abhängig. Während nicht in jedem Wohnzimmer ein TV mit Smart-Funktionen vorhanden ist, setzen immer mehr Hersteller auf zusätzliche Hardware, um besagtes für jedes Fernseh-Gerät zur Verfügung zu stellen. Beispiele hierfür sind sicherlich Geräte wie der AppleTV oder Amazons Fire TV. Besagte Geräte beruhen auf einem eigenen Betriebssystem und bieten dementsprechende Funktionen, kosten aber vor allem in der Anschaffung mehr, als der geneigte Käufer bereit ist auszugeben, vor allem für einen Gelegenheitskauf. An dieser Stelle greift Googles Konzept. Es wird keine weitere „Set-on-top-Box“ verkauft, sondern lediglich ein HDMI-Stick, welcher an euren Fernseher oder Monitor angeschlossen wird. Einmal mit einem WLAN-Netzwerk verbunden, könnt ihr jetzt ganz einfach, von einem Gerät eurer Wahl Inhalte in euer Wohnzimmer streamen. Unterstützt werden Smartphones mit Android- und iOS-Betriebssystem, wie auch PCs mit Mac-OSX und Windows.

Bestellt ihr euch Chromecast für 35€ nach hause, erwartet euch eine relativ kleine Box und wie sonst beweist Google in Sachen Verpackung ein besonderes Talent. Mitgeliefert werden neben dem eigentlichen Stick, ein modulares Netzteil inklusive Micro-USB-Kabel zur Stromversorgung, die Chromecast extern benötigt. Hier bei habt ihr die Wahl, ob ihr auf USB oder die Steckdose zurückgreifen wollt. Besitzt eurer Fernseher einen freien USB-Eingang ist dies bestimmt die elegantere Wahl. Des Weiteren findet ihr in der Verpackung eine HDMI-Verlängerung, um eventuell schwer zugängliche HDMIAnschlüsse zu erreichen. Eine gedruckte Anleitung sucht man vergebens, alle Instruktionen die man braucht, sind auf der Innenseiten der Kartonage aufgedruckt. Das spart zusätzliches Material, eine Vorgehensweise an der sich andere Hersteller ein Beispiel nehmen könnten.

Nach dem Auspacken folgt im Normalfall die Inbetriebnahme, die sich wie erwartet als sehr simpel gestaltet. Nach dem Anschließen an euren TV und der richtigen Kanalwahl führt euch ein Setup-Assistent durch den Vorgang. Um Chromecast mit einem Gerät, wie in unserem Fall mit einem iPad zu verbinden, benötigt man eine zughörige App aus dem entsprechenden App-Store. Auf dem PC oder Mac funktioniert das Verbinden ausschließlich über Googles Chrome-Browser. Auch hier gestaltet sich das Einrichten als sehr einfach.

Einmal richtig verbunden, kann es auch schon losgehen. Während Chromecast auf einen Input wartet verziert es euren TV mit Landschaftsbildern, die von Google vorgegeben werden. Eine Liste mit kompatiblen Apps wird von Google bereitgestellt. Darunter Fallen momentan neben YouTube und den hauseigenen Streamingdiensten noch die Online-Anbieter für Serien und Filme Watchever und Maxdome. Das Abspielen funktionierte in den von uns getesteten Anwendungen problemlose. In der entsprechenden App muss lediglich mittels Klick auf das Chromecast-Symbol der Betrieb eingeleitet werden und schon wird bei gestartetem Video der Inhalt in Vollbild auf euren TV übertragen. Das Angenehme dabei ist, dass ihre während das Video läuft, auf eurem Quell-Gerät nach anderen Videos suchen oder einfach die Anwendung/App wechseln und theoretisch eine Runde Doodle Jump spielen könnt. Selbiges funktioniert auf dem Notebook mit einem ganzen Browsertab. Mittels diverse Apps könnt ihr selbstverständlich auch eure persönlichen Fotoalben auf dem größeren Bildschirm von der Couch aus genießen.

Alles in allem überzeugt uns Chromecast vor allem für den niedrigen Preis von 35€ fast auf ganzer Linie. Das mitgelieferte Zubehör lässt keine Wünsche offen und die Einrichtung und Nutzung gestaltet sich auf ganzer Ebene als überraschend komfortabel. Als einziges Manko fällt uns das noch geringe Angebot an unterstützten Apps auf. Momentan geht somit eine Menge Potenzial verloren. Für alle die ihre YouTube-Inhalte auf unkomplizierte Weise auf dem TV genießen wollen oder über Streaming-Dienste wie Watchever verfügen können wir jedoch eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen.

 

 

Der Artikel hat euch gefallen? Dann lasst es uns wissen, zum Beispiel durch einen Kommentar, oder ein Like auf unserer Facebook-Seite.

Noch mehr Stories? Folge seitenwaelzer:

Moritz Janowsky

"Sitzt gerne in schlecht klimatisierten Kinosälen auf unbequemen Sesseln und fotografieren kann er auch (nicht)"

tinder

Tinder, Tinder… Hochzeit und Kinder?

Trailermusik

Challenge Me!

Pro G8 – Warum ich es gut finde, mein Abi nach 12 Jahren gemacht zu haben

Tags:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir benutzen Cookies, mit der Nutzung unserer Webseite erklärst du dich damit einverstanden. Hier gibt's weitere Infos.