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Filme des Jahres 2016

Unsere Lieblingsfilme des Jahres 2016
| Michael Cremann |

Geschätzte Lesezeit: 8 Minuten

15299 | Pixabay

Um euch die Zeit zwischen den Jahren ein wenig zu vertreiben und euch die Möglichkeit zu geben, all die Gutscheine, die ihr unter dem Weihnachtsbaum finden werdet, sinnvoll zu verwenden, haben wir von der Redaktion zusammengetragen, welche Bücher, Filme und Alben wir dieses Jahr verschlungen haben. In diesem Artikel geht es um unsere Filme des Jahres, um genau die Werke, die uns im Kino gefesselt und über die gesamte Spielzeit nicht losgelassen haben. Falls ihr also zwischen den Jahren noch Beschäftigung braucht, hier die Liste, die ihr im Kinosessel abarbeiten könnt:

Michaels Film-Hit: Rouge One – A Star Wars Story
Ich habe diesen Film gestern erst gesehen und bin immer noch überwältigt. Da war alles drin, was das Star-Wars-Fanherz verlangt. Lichtschwert – Check, Raumschlacht – Check, lustiger Droide – Check, großartiger Soundtrack – Check. Ich könnte noch viele weitere Punkte nennen. Die Optik ist episch, die Story ist schlüssig und fügt sich gut in den Kanon ein. Einfach nur ein sehr gelungener Star-Wars-Film. Falls ihr den noch nicht gesehen habt, macht einen Marathon und fügt ihn an der richtigen Stelle der Reihe ein. Ihr werdet es nicht bereuen.

Michael

Tamaras Film-Hit: Kung Fu Panda 3
Ich hatte gehofft, hier Star Wars schreiben zu können. Kann ich leider nicht, er war nicht soooo überzeugend.
2016 war filmtechnisch ein sehr gutes Jahr, wie man hier in dem Rückblick gut sehen kann. In meinen Augen steht aber über all dem tatsächlich: Kung Fu Panda 3.


Der Nostalgie wegen, wenn man es so nennen kann, aber auch, weil der Film einfach grandios war. Ich wundere mich selbst darüber, dass ich das über Star Trek und Warcraft setze, aber was muss das muss.
Hauptaussage: “Wenn du nur das tust, was du schon kannst, wirst du nie mehr sein als das, was du schon bist.”
Po lernt seinen richtigen Vater kennen und landet in einem Dorf voller trotteliger Pandas. Ein Traum. Bis der overpowered Bösewicht Kai die Idylle bedroht, um sein Ziel zu erreichen: Er will jeden einzelnen Kung-Fu-Meister in China vernichten und deren Chi sammeln, um unbesiegbar zu werden. Po schafft es, seine gemütlichen Verwandten zu selbstsicheren Kriegern auszubilden: Leider haben diese überhaupt keine Kampferfahrung, so müssen sich die Furiosen 5 mitsamt Meister Shifu einen neuen Plan ausdenken. Und das in minimaler Zeit.Unglaublich hintergründiger Film, der nicht nur Kindern die Message gibt, dass man nicht der Beste auf dem-und-dem Gebiet sein muss, sondern das Beste, was man aus sich und seinen Talenten machen kann.
Zig epische Chi- und Kung Fu-Szenen runden die Sache ab, für mich sogar besser, als die ersten beiden Teile zusammen. Unbedingt angucken!
Tamara

Amelies Film-Hit: The Arrival
Ich kann ohnehin nicht viel mit stupiden amerikanischen extraterrestrischen Actionfilmen anfangen, in denen die Aliens ohne weitere Erklärung astreines Staaten-Englisch sprechen.
Daher war ich von diesem Außerirdischen-Film umso begeisterter! Es geht um Kommunikation, Sprache, Psychologie, Menschenbilder und ein bisschen wibbly-wobbly-timey-wimey. Mein persönliches Sahnehäubchen: Eine angenehm realistisch starke Frauenrolle und die Bestätigung, dass das Militär mehr Schaden anrichtet, als verhindert. Wobei meine KinobegleiterInnen da anderer Meinung waren. Meinungsaustausch willkommen!


Amelie

Robins Film-Hit: 10 Cloverfield Lane / The Arrival 
Das Jahr, in dem ungewöhnliche Sci-fi-Filme eine Chance hatten? Vielleicht stimmt das, vor allem aber ist das Jahr 2016 für mich kein großes Kinojahr, da ich nicht so oft im Kino saß und auch meine Schwierigkeiten hatte, gute Filme herauszugreifen. Sehr beeindruckt haben mich “10 Cloverfield Lane”, über den ich aus Spoilergründen nicht viele Worte verlieren werde und der die Meinungen spaltete, sowie “The Arrival”.

Letzterer Film hat mich nicht nur aufgrund der, von Amelie schon erwähnten, Story positiv überrascht, sondern auch von der Stimmung her. Aliens landen auf der Erde… und dann? Die Menschheit steht vor einem Rätsel, ist überfordert und die Andersartigkeit und Durchschlagskraft dieser Tatsache fängt der Film gut ein. Es dauert seine Zeit, bis wir einen wirklichen Blick auf das Raumschiff erhaschen können und vieles bleibt bis zum Schluss mysteriös. Schön, dass es im Kino noch Platz für solche kleinen Genrefilme gibt, die sicher nicht für jedermann interessant sind, mich aber immer wieder in die Kinosäle locken.
Robin

Lenas Film-Hit: Deadpool
Mein persönlicher Film des Jahres ist Deadpool, obwohl, oder gerade, weil ich kein ausgewiesener Fan von generischen “Superhelden-Filmen” bin. Ich kann nun wirklich das Urteil bestätigen, mit dem mir immer wieder dieser Film ans Herz gelegt wurde: Deadpool ist keine typische Superheldenstory.
Diese Tatsache lebt im Wesentlichen davon, dass Deadpool wiederholt die sog. “4. Wand” durchbricht und sich direkt an den Zuschauer wendet. Dabei kommentiert er seine Situation häufig sehr selbstironisch und nimmt der Handlung so einen Teil ihrer Ernsthaftigkeit. Hinzu kommt, dass er zwar die klassische Außenseiter-Position vertritt, allerdings gar nicht erst den Anspruch hat, ein Held zu sein und die Welt zu verbessern.
Einen weiteren Pluspunkt erlangt der Film dadurch, dass die beiden Hauptcharaktere (Ryan Reynolds und Morena Baccarin) einen durchaus sehenswerten Augenschmaus darstellen. Dies tröstet auch über die anfängliche enorme Kitschigkeit des Films hinweg. Auch die retrospektivistische Sicht, aus der das Geschehen präsentiert wird, lässt den Film aus dem Schatten des Genres deutlich heraustreten.
Ich warte gespannt auf Teil zwei!


Lena

Christophers Film-Hit: Doctor Strange
Vor gut einem Jahr habe ich mich das erste Mal auf das Filmjahr 2016 gefreut. Denn da kam der Teaser zu Deadpool raus und hat ganz nach Manier des Antihelden mit der 4th wall des Comic-Universums gespielt. Auch der Film selbst hat es geschafft, dass ich ihn gleich zweimal angesehen habe. Sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch. Die OV ist sehr zu empfehlen!
Da Lena euch diesen Film schon klasse vorgestellt hat und ihr nicht doppelt lesen sollt daher mein Film Highlight des Jahres #2: Doctor Strange.
Ich hatte nicht damit gerechnet, gleich zwei fantastische Marvel-Verfilmungen in einem Jahr zu sehen, doch tatsächlich hat mich schon der Trailer neugierig auf mehr gemacht.
In dem Film geht es um den Egozentriker und Neurochirurgen Dr. Steven Strange, der nach einem Autounfall eine Heilung für seine einst meisterhaften – nun mehrfach gebrochenen – Hände sucht. Nachdem die moderne Medizin ihm nicht mehr weiterhelfen kann, landet er bei seiner Suche schließlich in Tibet an einem Ort namens Kamar – Taj. Dort lernt er mehr über mysteriöse Kräfte, welche ein geheimer Bund an Magiern erlernt und unsere Welt auf tiefster Ebene beeinflusst.

 


Der Film meistert die Herausforderung der Verschmelzung anderer Dimensionen und Magie und bietet eine beeindruckende Darstellung. Sowohl mein innerer Sci-Fi-Fan als auch der Fantasy/Magie-Fan kommen voll auf ihre Kosten.
Gerade bei einer Spielerei mit den uns bekannten physischen Gesetzen ist eine überzeugende Umsetzung nötig um die Zuschauer in diese Themen einzuleiten. Dies schafft der Film und bringt sogar noch Platz für einige sehr gute Comedy-Elemente mit.
Des Weiteren bietet Doctor Strange mit Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle eine Glanzbesetzung und rundet den Film zu einem absolut sehenswerten Werk ab.
Christopher

Viktorias Film-Hit: Fantastic Beasts and Where to Find Them
Mein Film des Jahres ist ohne Zweifel “Fantastic Beasts and Where to Find Them”. Er ist am 17. November 2016 in die deutschen Kinos gekommen und ich bin am folgenden Montag in die Originalversion im Kino gegangen.
Ich muss sagen, dass ich diesen Film liebe! J. K. Rowling hat einen tollen Job als Drehbuchautorin gemacht und eine schöne Geschichte im Harry-Potter-Universum geschaffen, die vor den eigentlichen Büchern spielt, nämlich im Amerika der 1920er Jahre. Ich bin sehr begeistert von Newt Scamander, der von Eddie Redmayne gespielt wird und auch die anderen Rollen sind gut besetzt und super geschauspielert.
Es geht in diesem ersten von insgesamt 5 geplanten Filmen um den Magie-Zoologen Newt Scamander, der mit einem Koffer voller seltener magischer Kreaturen per Schiff nach New York reist. Eigentlich möchte er nur den Donnervogel Frank in dessen Heimat Arizona zurückbringen, wird aber in die Ereignisse verstrickt, die die magische Welt New Yorks in Atem hält; ein mysteriöses Wesen hinterlässt eine Spur der Verwüstung in der Stadt. In dem ganzen Durcheinander entwischen einige von Newts Tierwesen, die er nun wieder einfangen muss und was die Gruppe der “Second Salemers” mit alledem zu tun hat, spielt auch eine große Rolle.
Ich kann diesen Film nur jedem ans Herz legen, der die Harry-Potter-Bücher und -Filme geliebt und verschlungen hat.
Aber auch für Neulinge ist er als Einstieg in J.K. Rowlings Welt voller Magie und Überraschungen gut geeignet.

 


Viktoria

Moritz’ Film-Hit: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind / Zoomania / Rouge One – A Star Wars Story
Meinen Film des Jahres zu wählen, gestaltet sich dieses Jahr tatsächlich als besonders schwierig. Das liegt weniger daran, dass besonders viele erwähnenswerte Filme erschienen sind, sondern mehr an dem Umstand, dass mögliche Anwerber auf diesen Titel eher enttäuscht haben. Aus diesem Grund tendiere ich eher dazu, meine persönlichen drei Favoriten zu bestimmten. In diese Auflistung gehört für mich auf jeden Fall Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind, ein Film, der mich im Kino mehr als positiv überrascht hat. Besonders gefallen hat mir, dass man es tatsächlich geschafft hat, sich erfolgreich vom kleinen Jungen mit der Narbe auf der Stirn zu lösen, aber trotzdem den Charme des Harry-Potter-Universums zu behalten. Gleichzeitig gelang es, neue und interessante Charaktere einzuführen, die nicht wie von der Stange wirken. Zusammengefasst bekommt man also ein rundum-sorglos-Paket, das vielleicht auch jemandem, der kein großer Fan von Harry Potter war, gefallen könnte.
Als zweiter Film gehört auf jeden Fall Zoomania in meine Auflistung. Ein Film, den ich erst kürzlich zum ersten Mal gesehen habe. Hier spart man sich die Disney typischen Gesangseinlagen, die mich in der Regel nicht so ansprechen und beschränkt sich auf einen herrlichen Humor, der Kinder und Erwachsene auf zwei völlig unterschiedlichen Ebenen anspricht. Außerdem sind wir mal ehrlich: Jeder Film, in dem Walter White und Jesse Pinkman eine Cameoauftritt haben, kann nur gut sein.


Als dritten und letzten Film möchte ich nach reiflicher Überlegung Star Wars: Rouge One nennen, welcher mich, trotz der wieder einmal sehr bescheidenen 3D-Umsetzung, sehr überzeugt hat. Wie einige Vorredner schon geschrieben haben: als Fan der Reihe kommt man einfach voll auf seine Kosten.
Moritz

 

Da bleibt nur noch, viel Spaß beim Ansehen zu wünschen.

P.S.: Falls ihr auch Empfehlungen für die Filme des Jahres 2016 habt, so packt sie einfach in einen Kommentar, auch die Redaktion freut sich über etwas Neues für die Augen!

 

Noch mehr Stories? Folge seitenwaelzer:

Michael Cremann

Ist meist dort zu finden wo die laute Musik für andere klingt wie ein Autounfall. Hängt hinter der Kinokasse herum oder gibt Führungen durch Münsters Ruine Nummer eins. Dazu wird noch getanzt und wenn dann noch Zeit ist, Geschichte und Archäologie studiert.

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