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Kinokritik: „Er kommt dich holen, Jack.“

Pirates of the Caribbean – Salazars Rache

Captain Jack Sparrow ist zurück und er hat sich mal wieder Feinde gemacht. Dieses mal ist es Captain Salazar, der mit seiner Crew jahrelang im sogenannten Teufels-Dreieck durch einen Fluch gefangen gehalten wurde und nun entkommen konnte. Und er will Rache.
Also macht er sich auf die Suche nach Jack, verbreitet mit seiner Crew aus toten Männern Angst und Schrecken und will die Piraten endgültig vernichten.

Währenddessen sucht der junge Henry Turner, Sohn von William Turner aus Fluch der Karibik 1-3, nach dem Dreizack des Poseidon um damit den Fluch seines Vaters zu brechen und diesen von der Flying Dutchman zu befreien. Er ist allerdings nicht der einzige, der nach diesem Dreizack sucht; die Waise Carina Smyth, die sich selbst als Astronomin bezeichnet, versucht den Dreizack mithilfe der Sterne und eines Buches zu finden, das ihr Vater ihr hinterließ, um dessen Vermächtnis zu wahren. Carina und Henry verbünden sich und gabeln schließlich noch den erneut in Schwierigkeiten steckenden und mal wieder zum Tode verurteilten Captain Jack Sparrow auf. Da Jack hofft, mithilfe des Dreizacks Captain Salazar loszuwerden, machen sie sich gemeinsam auf die Suche nach dem legendären Artefakt und werden dabei nicht nur von der Royal Navy sondern auch von Salazar und seinen toten Männern gejagt.

Im Vorgänger, dem vierten Teil der Reihe, „Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten“, gab es einen harten Bruch zu den ersten drei Filmen – einen zu harten, wie viele fanden. Die Story knüpfte überhaupt nicht mehr richtig an die vorherigen Teile an und einige der Hauptfiguren und der anderen bekannten Gesichter wurden nicht mal mehr am Rande erwähnt. Stattdessen wurden eine Menge neuer Charaktere eingeführt, von denen man sich hinterher nicht ganz sicher war, ob sie für die weiterführende Handlung von Bedeutung waren, da sie alle am Ende des Films mehr oder weniger abgeschlossene Charakterstories hatten.

Jetzt, in „Pirates of the Caribbean – Salazars Rache“ gibt es wieder viele Anspielungen auf die ersten drei Filme (jedoch kaum auf den vierten) und es tauchen wieder einige altbekannte Gesichter wie zum Beispiel Orlando Bloom in der Rolle des William Turner auf. Auch die Story orientiert sich weniger am vierten sondern eher an den ersten drei Filmen, vor allem weil einer der Hauptcharaktere ja der Sohn von Will Turner ist.

Was die visuellen Effekte betrifft, kann Pirates of the Caribbean die Zuschauer erneut begeistern. Zwar hatte es bereits im ersten Teil der Reihe untote Seemänner und skelettierte Affen gegeben, dieses mal jedoch griffen die Macher des Films noch ein wenig tiefer in die Trickkiste, sodass man Seemänner, bestehend aus nur noch einem verwesten Kiefer und einem Arm, halb verweste Haie sowie einen digital verjüngten Jack Sparrow bewundern kann. Auch die Figur des Captain Salazar wirkt durch die um ihn herum schwimmenden Haare und den ihm hin und wieder aus dem Mund fließenden schwarzen Schleim bewundernswert unheimlich und jagt einem, ähnlich wie Davy Jones in Teil 2 und 3, einen Schauer aus Ekel und Faszination über den Rücken.

Alles in allem ist der Film wieder deutlich unterhaltsamer und weniger zum Kopfschütteln als der vierte Teil und man kann sich erneut über einen herrlich versoffenen, nichts ernst nehmenden und humorvollen Captain Jack Sparrow, jede Menge Running-Gags, eine tolle Schauspielbesetzung, erstaunlich realistische Effekte und einen kleinen Überraschungsauftritt (von wem, verrate ich nicht) freuen.
Natürlich sollte man, wie bei allen vorherigen Filmen auch, bis zum Ende des Abspanns warten, da es auch hier wieder einen kleinen Nachfilm gibt, der bereits Andeutungen auf eine Fortsetzung macht.

 

(Der Film dauert 129 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben.)

 

Titelbild: http://www.cinemaforever.net/wp-content/uploads/2017/02/pirates-caribbean-5-javier-bardem.jpg

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Ronja Thier

Hi, ich bin Ronja, ich steuere gerade auf das Abi zu und schreibe nebenbei Artikel für seitenwaelzer. In meiner Freizeit, und eigentlich auch sonst, bin ich großer Fan von Doctor Who und anderen britischen Fernsehserien.

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