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Kinokritik: Gone Girl

Der neuste Streich von Regisseur „David Fincher“ hat sofort unsere Aufmerksamkeit auf sich gezogen, handelte es sich doch wieder um […]
| Robin Thier |

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Der neuste Streich von Regisseur „David Fincher“ hat sofort unsere Aufmerksamkeit auf sich gezogen, handelte es sich doch wieder um einen Thriller und wie man aus vorherigen Filmen und Serien Finchers lernen kann (Fight Club, Zodiac, Panic Room, House of Cards), ist er ein Meister dieses Genres. Zurzeit laufen einige Thriller in den Kinos, und ob sich dieser Filme behaupten kann und ob er den hohen Ansprüchen gerecht wird, das erfahrt ihr jetzt.

Die Story

An einem schönen Morgen, der sich nicht viel von anderen Morgen unterscheidet, kommt Nick Dunne nach Hause und findet sein Haus verwüstet vor – von seiner Frau fehlt jede Spur. Die folgenden Stunden bei der Polizei und die anschließende Pressekonferenz lassen Dunne jedoch irgendwie kalt und schnell kommt in den Medien der Verdacht auf, der habe etwas mit dem Verschwinden seiner Frau zu tun. Nach und nach kommen weitere Geheimnisse des liebenden Ehemannes zutage und der Medienrummel um ihn nimmt zu. Aber hat Nick Dunne seine Ehefrau ermordet und dann versucht das Verbrechen zu vertuschen? Mehr soll aufgrund von einer extremen Spoilergefahr an dieser Stelle nicht verraten werden.

Düster und perfide

Ganz in Fincher-Manier kommt der Film recht langsam daher und verzichtet auf genretypische Action- oder Verfolgungssequenzen. Stattdessen wird eine unglaubliche Spannung erzeugt, in Situationen, in denen der Zuschauer mehr weiß, als die Charaktere. Es wird in die Gedankenwelt von manipulativen, perfiden Menschen geführt und der Film hat ein wenig die Botschaft, dass die „heile Welt“, in der viele Menschen leben. eine Fassade ist, hinter der sich unmenschliche und grausame Dinge abspielen. Der düstere Look und die angespannte Atmosphäre lassen dem Zuschauer keine andere Wahl, als zu akzeptieren, dass hier jeder Dreck am Stecken haben könnte. Gerade diese Einsicht man den Film noch um einiges spannender und dadurch wirkt er auch in eine Ebene, die sich fernab der üblichen Hollywood-Thriller mit „Gut und Böse“, sowie „schwarz und weiß“ abspielt.

Gute Dialoge und gezielte Spannung

Gerade dem Drehbuch des Filmes, der auf dem gleichnamigen Roman von „Gillian Flynn“ basiert, muss man Respekt zollen, denn selten gelingt es Filme in erster Linie auf Dialogen aufzubauen, die in diesem Film von wenigen aber sehr brutalen und blutigen Szenen unterbrochen werden, die im Kino für ein Zusammenzucken, sowie das ein oder andere Keuchen gesorgt haben – der Film hat es in sich und ist nichts für Menschen mit schwachem Gemüt. Gerade auch die schauspielerische Leistung ist absolut fantastisch; das gilt in erster für die weibliche Besetzung in Form von „Rosamund Pike“ und „Carrie Coon“, welche absolut fantastische Performances abliefern, aber auch Ben Affleck und Neil Patrick Harris machen ihre Sache gut und tragen zur Authentizität des Filmes, sowie zur ein, oder anderen Gänsehaut bei.

Alles in allem hat uns der Film auf ganzer Linie überzeugt und ist sicherlich einen Kinobesuch beziehungsweise einen DVD-Abend Wert, wenn man auf intelligentes Thriller-Kino steht und sich von David Fincher in eine Welt der Manipulation entführen lassen möchte, die sich perfekt hinter den Fassaden einer Bilderbuchehe verbergen kann.

 

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Robin Thier

Gründer von seitenwaelzer, studiert in Münster und beschäftigt sich in seiner freien Zeit mit Bildbearbeitung, Webseitengestaltung, Filmdrehs oder dem Schreiben von Artikeln. Kurz: Pixelschubser.

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