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And the Winner is: Die Oscargewinner 2016

Ein Oscar für DiCaprio
| Robin Thier |

Geschätzte Lesezeit: 7 Minuten

analogicus | Pixabay

Schon im Vorfeld war es ein umstrittenes Spektakel: vergangene Nacht wurde der Academy Award, auch “Oscar” genannt, in Hollywood zum 88. Mal verliehen. Im Jahr 2016 standen dabei besonders die Filme Mad Max und The Revenant im Mittelpunkt, die mit 6, bzw 3 Oscars abräumten. Der beste Film des Jahres ist Spotlight.

Die diesjährige Verleihung wurde vor wenigen Wochen stark kritisiert, als darauf hingewiesen wurde, dass kaum Farbige nominiert wurden. Schnell schaukelte sich die Diskussion auf und es wurde gefordert, mehr Diversität bei der Verleihung zu zeigen. Man muss schon sagen, dass die Auswahl und auch die Gewinner tatsächlich in das Schema passen. Hoffentlich nimmt man sich die Kritik zu Herzen und sorgt dafür, dass der berühmteste Filmpreis den Beigeschmack der Diskrimierung verliert.

Bester Film

Der beste Film des Jahres ist der Film Spotlight, der hier in Deutschland ziemlich untergegangen ist. Es handelt sich um ein Journalisten-Drama, bei dem es um Enthüllungen rund um die Missbrauchsskandale der katholischen Kirche in Amerika geht. Eine Zeitung legt sich mit der Kirche und somit mit halb Amerika an. Leider habe ich den Film noch nicht gesehen und kann daher nicht sagen, ob der Preis gerechtfertigt ist oder nicht. Aber vertrauen wir der Jury einfach mal, beziehungsweise machen uns mit diesem Trailer selbst ein Bild:

Beste Regie

Regisseur Alejandro G. Iñárritu erhielt die Trohpäe für die beste Regie nun das zweite Mal in Folge und das nicht ganz unerwartet, denn das Überlebensdrama The Revenant ist in meinen Augen ein Meisterwerk. Im vergangenen Jahr brillierte Iñárritu mit dem scheinbar ohne Schnitt gedrehten Film Birdman und auch The Revenant zeichnet sich durch lange Szenen, eine aufwändige Produktion, sowie die Schwierigkeit aus, dass nur mit Tageslicht gedreht wurde.

 

Bester Hauptdarsteller

Endlich! Das Internet jubelt, die Menge ist außer sich. Darsteller Leonardo DiCaprio gewann endlich den Oscar als bester Hauptdarsteller. Lange hat es gedauert und er hätte die Trophäe mit Sicherheit für die Hälfte seiner Filme verdient, doch es war die Darstellung des verwundeten Trappers Hugh Glass in The Revenant, der ihm schließlich zum Sieg verhalf. Ich hatte ebenfalls auf DiCaprio gesetzt, denn wer den Film gesehen hat und sich von der eindringlichen Performance hat mitreißen lassen, der hätte es fast als Beleidigung verstanden, wenn man den Preis jemand anderem verliehen hätte. Sehr gut!

 

Beste Hauptdarstellerin

Brie Larson konnte sich in Raum behaupten. Leider lief auch dieser Film in Deutschland (noch) nicht in den Kinos und daher konnte ich mir nur durch den Trailer ein Bild der wohl sehr ergreifenden Performance von Brie Larson machen. Ich hätte in dieser Kategorie jedoch, ohne Raum gesehen zu haben, auf eine andere Darstellerin gesetzt: Jennifer Jason Leigh in The Hateful Eight – definitiv einen Blick Wert, das Schauspiel hat mich überrascht.

 

Bester Nebendarsteller

Mark Rylance ist kein Darsteller, der großen Wirbel veranstalten würde und genau das passt auch zu seiner Rolle in Stephen Spielbergs Thriller Bridge of Spies. Auch hier hatte ich jedoch einen anderen Darsteller im Blick gehabt: Tom Hardy für seine Performance in The Revenant. Doch ich gönne Rylance die Trophäe, es war schließlich gutes Schauspiel.

 

Beste Nebendarstellerin

Alicia Vikander in The Danish Girl. Auch hier kann ich nur sagen: Interessant. Ich habe the Danish Girl, wie viel zu viele der Preisträger nicht gesehen, die erst vor kurzem oder gar nicht in den deutschen Kinos anliefen. Doch ihre Darstellung der künstlichen Intelligent in Ex Machina war hypnotisch und daher vermute ich mal, hat sie in diesem Film genauso eindringlich gespielt. Eine tolle Schauspielerin und ein wohl verdienter Preis.

 

Bestes Originaldrehbuch

The Big Short. Wie schon Spotlight ging The Big Shot bei uns etwas unter. Der u.a. mit Christian Bale prominent besetzte Film rund um einen Börsencrash während der amerikanischen Wirtschaftskrise soll aber intelligent und durchdacht daherkommen. Grund genug für einen Oscar in der Kategorie Bestes Originaldrehbuch.

 

Bestes adaptiertes Drehbuch

Die zweite Auszeichnung für Spotlight. Wie schon gesagt, ich habe den Film leider noch nicht gesehen, werde das aber schnellstmöglich nachholen, da er ja schon das Prädikat “Bester Film” trägt.

 

Bester Animationsfilm

Nein, dieser Gewinner ist alles andere als überraschend. Der Animationsfilm Alles steht Kopf von Pixar ist intelligent, emotional und gehört neben Wall-E, Die Unglaublichen und Oben zu den besten des Animationsstudios. Wenn ihr den Film noch nicht gesehen habt, wird es aber Zeit!

 

Bester fremdsprachiger Film

Son of Saul. Ein ungarischer Film, der im Konzentrationslager Auschwitz spielt. Die Kamera weicht nicht von der Seite des Protagonisten Saul, der die Aufgabe hat, die Leichen anderer Häftlinge zu verbrennen – bis er die Leiche seines eigenen Sohnes findet. Der Film ist unglaublich nah und man konnte fast schon erwarten, dass er seine Mitbewerber in dieser Kategorie abhängen würde.

 

Bester Dokumentarfilm

Schon wieder Musik. Während der letzten paar Jahre gewannen in dieser Kategorie nur Filme, die sich mit dem Thema Musik auseinandersetzten. Amy, die Dokumentation über die verstorbene Sängerin Amy Winehouse reiht sich nahtlos in diese Reihe ein und hat den Oscar auch mehr als verdient.

 

Bestes Kostümdesign

Mad Max: Fury Road.

 

Bester Schnitt

Mad Max: Fury Road. Ich habe es sofort prophezeit, als ich aus dem Film raus war. Ein irrer Schnitt für einen irren Actionfilm, der fast alle Preise in den technischen Kategorien holte. Zwar ohne erkennbare Handlung war es ein atemberaubender Actionstreifen, der handwerklich in aller Hinsicht gut gemacht war.

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Robin Thier

Gründer von seitenwaelzer, studiert in Münster und beschäftigt sich in seiner freien Zeit mit Bildbearbeitung, Webseitengestaltung, Filmdrehs oder dem Schreiben von Artikeln. Kurz: Pixelschubser.

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