Gesellschaft und Lifestyle / Meinung

Beistelltisch DIY-Anleitung nach Nilam

Wieso nicht alles klappt, was man im Internet findet
| Amelie Haupt |

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Der Titel klingt vielleicht nicht sonderlich verlockend, aber ich will ehrlich mit euch sein: Unser DIY-Beistelltisch hat einfach keine bessere Beschreibung verdient.
Natürlich sollte der Tisch eigentlich schön und modern und orginell werden. Als Vorlage diente uns das Video von Nilam aka Daaruum, in dem sie einen wunderschön eleganten Beistelltisch aus Kupferrohren zaubert.


Nun ist es aber so, dass Kupferrohre doch ein bisschen mehr Geld kosten und wir lediglich neugierig auf die Konstruktion waren. Tamara schlug daher vor, dass wir das Ganze doch auch mit Plastikrohren probieren könnten. Brillante Idee! Gesagt getan, eine Liste der Materialien geschrieben und zum Baumarkt gedüst.

Man braucht:
8 Rohrstücke mit 53 cm Länge
4 Rohrstücke mit 35 cm Länge
4 Rohrstücke mit 25 cm Länge
Ein leichtes Brett mit 40 x 40 cm Maß
Schnur
Kleber
4 Riegelschlaufen plus Schrauben
Einen Bohrer

Vorbereitung: Die Rohre auf die passenden Längen sägen und die ausgefransten Enden abschmiergeln.

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Schritt 1:
Aus den 35 cm langen Rohren und den 25 cm langen Röhren bastelt man sich jeweils ein Viereck.
Und zwar zieht man durch jedes Rohr einen abgeschnittenen Teil der Schnur, sodass an beiden Enden eines jeden Rohres etwas Schnur übersteht. Dann verknoteten man die Enden der Schnur und versiegelt sie mit Klebstoff, sodass sie nicht aufgehen.

Und bereits hier ist uns der erste Fehler unterlaufen, der uns aber erst später zum Verhängnis wurde: Unser supergeiler Sekundenkleber aus dem 1€-Laden hat die Paketschnüre aus Naturfasern gnadenlos zersetzt. Anstatt also die Knoten zu versiegeln, hat es die Schnur so porös gemacht, dass die Verknotung schon durch leichtes Ziehen zerrissen ist. Diesen nicht unbedeutenden Sachverhalt haben wir aber erst in Schritt 3 bemerkt und durften nochmal von vorn anfangen.
Wir lernen also: Achtet darauf, dass Kleber und Schnur sich vertragen.

Schritt 2:
Man bereitet die 53 cm Rohrstücke genau so vor, wie die anderen auch. Schnur abschneiden, durchfädeln – an beiden Enden sollte noch ein Stückchen abstehen.
Nun legt man sich das kleinere Viereck vor und befestigt an jedem Eckpunkt zwei der langen Rohre. Dies macht man wieder, indem man die Schnüre verknotet und mit Kleber versiegelt.
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Schritt 3:
Nun fügt man das größere Dreieck mit dem Rest des Gestells zusammen. Achtung: Damit der Tisch Stabilität bekommt, stellt man die „Tischbeine“ schräg, sodass der Tisch in sich verdreht steht.
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Schritt 4:
Die Tischplatte wird oben draufgesetzt und das Viereck aus Rohren, auf dem die Tischplatte aufliegt, wird mit den Riegelschlaufen festgeschraubt.
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Schritt 5: Tadaaaa! Ein fertiger Tisch!
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In unserem Fall jedoch: Ein leicht schiefer Tisch, der zudem noch recht instabil ist und mit nicht ganz so schönen grauen Plastikrohren, die wir teilweise mit Panzerband stabilisieren mussten. Naja, so ganz erfolgreich war unser Versuch wohl nicht. Allerdings würde ich der Kupferrohrversion noch eine Chance geben, wenn ich wirklich mal Bedarf an einem fancy Beistelltisch habe. Die Kupferrohre werden dem Tisch mehr Stabilität verleihen und mit der Wahl des richtigen Klebers und mit einer Schnur aus Plastik statt natürlicher Fasern, dürfte das ganze Konstrukt sehr viel besser halten.

Unsere Zusatztipps: Rohre sehr genau abschneiden, die Schnüre genauer messen und die ganze Konstruktion noch fester zusammenknoten. Unser Exemplar ist wahrscheinlich wegen des letzten Punktes so schief: In einigen Ecken waren die Schnüre nicht so stramm wie möglich zusammengeknotet.

Unterm Strich war das ganze für uns ein amüsanter Nachmittag mit weniger als 10€ und einem derpigen Tisch. Lustig war’s!

Ein Artikel von Tamara & Amelie

Dieser Artikel stellt nur die Meinung der AutorInnen dar und spiegelt nicht unbedingt die Ansichten der Redaktion von seitenwaelzer wider.

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