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Die dunklen Seitenwaelzer: Der Einstieg in den Metal

In drei Schritten zum Metaller
| Michael Cremann |

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Nach der Lektüre unserer ganzen “dunklen Seiten”, bist du jetzt endlich zu der einzig wahren Überzeugung gelangt? Du willst auch endlich so cool und böse werden wie wir? Deine Musik soll von nun an nur noch ballern und ‘in die Fresse geben’? Du weißt aber einfach nicht, wie du anfangen sollst? Glück gehabt – dieser Artikel ist deine Rettung! Dein Einstieg in den Metal:

1. Musik

Mit welcher Musik du anfängst, ist natürlich Geschmacksache. Vielleicht hast du Tipps von Freunden bekommen, etwas in deiner automatischen Playlist auf YouTube oder Spotify gefunden oder dich sogar durch alle unsere Hörbeispiele gehört. Suche dir die eine, zwei, vielleicht auch drei Bands aus dem bisher gehörten aus, die dir am allerbesten gefallen haben und höre diese rauf und runter. Keine Angst, kaputthören kann man Metal nicht, dafür bietet er zu viel Variation. Versuche die Alben am Stück zu hören. Meist haben die Bands sich etwas bei der Struktur der Alben gedacht – mach’ das nicht mit der shuffle-Funktion kaputt. Außerdem merkst du nur auf diese Weise, wie sich eine Band von Album zu Album entwickelt oder wie sich ein neuer Sänger oder Schlagzeuger auswirken kann. Am besten fängst du mit dem Album an, auf dem dein Lieblingslied ist, so läufst du nicht Gefahr, die Band vorzeitig ad acta zu legen, nur weil sie sich auf ihrem Debüt noch nicht in Richtung deines Lieblingsliedes entwickelt haben.

Wenn du zwei/ drei Alben auswendig kannst, schau nach links und rechts: Andere Bands der Mitglieder deiner aktuellen Lieblingsband, Bands aus dem gleichen Subgenre oder auch die Vorschläge deiner Musikanbieter, ob nun analog oder digital, werden dir immer neue Musik antragen.

2. Konzerte

Ja, du liest richtig! Bevor du überhaupt Merchandise brauchst, schau dir die Band erstmal live an! Vielleicht sind sie live einfach ganz anders und nicht mit den Studio-Aufnahmen zu vergleichen. Vielleicht reden sie auf der Bühne einen derartigen (manchmal leider sogar politischen) Bockmist, dass du nichts mehr von ihnen wissen möchtest. Vielleicht – wahrscheinlich – werden sie dir aber auch zeigen, wo der Metaller die Locken hat und dir einen musikalischen Hochgenuss erster Güte (einen Ohrgasmus – höhö) bescheren. In jedem Fall bedeutet das aber: Metal Bands sind live Bands!

Auf Konzerten und Festivals treten außerdem auch oft kleinere Gruppen als Vorbands auf, sodass du deinen metallischen Horizont hier immer weiter erweitern wirst. Ein anderer wichtiger Punkt, der für live Konzerte spricht, ist aber auch: Dank Streaming und Plattenfirmen verdienen die Bands an ihren Alben immer weniger. Das Geld wird mittlerweile zu großen Teilen live verdient.

Damit ist das Beste, was du für deine Lieblingsband tun kannst, immer wieder zu ihren Konzerten zu pilgern.

3. Merchandise

Unterstütze deine Band! Jetzt, wo du die Lieder der Band rückwärts mitsingen kannst und weißt, ob sie es auch live bringen, geht es ans Merchandise. Wenn du Shirts, Pullis und Patches deiner Band trägst, siehst du nicht nur unschlagbar gut aus, du hilfst den Musikern so auf vielen Wegen:

Du machst die Band bekannt, sorgst dafür, dass wenigstens jeder hundertste mal rein hört und jeder tausendste sogar Fan wird. Außerdem hilft der Shirt-Verkauf den Bands finanziell. Gerade der auf Konzerten direkt von Rowdies verkaufte Merch, füllt die Tourkasse der Band. Wahrscheinlich werden sie davon Bier trinken, aber vielleicht fehlte auch gerade dein Geld noch zum neuen Verstärker, der sie live noch fetter klingen lässt.

Damit auch mein letzter Appell zum Thema Merch: Unterstütze kleine Bands! Die richtig Großen haben genug Geld. Die Kleinen sind es, die bekannt gemacht und unterstützt gehören!

3.1. Kutte

Dem letzten Punkt, der adäquaten Kutte, haben wir einen eigenen Artikel gewidmet. Bedenke aber, dass du nicht gleich am Anfang eine Kutte brauchst. Warte erstmal ab, bis du dir sicher bist, wer deinen Rücken mit seinem Backpatch verzieren darf.

Ich wünsche viel Spaß, bei deinem Einstieg in die glorreiche Welt des Heavy Metal!

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Michael Cremann

Ist meist dort zu finden wo die laute Musik für andere klingt wie ein Autounfall. Hängt hinter der Kinokasse herum oder gibt Führungen durch Münsters Ruine Nummer eins. Dazu wird noch getanzt und wenn dann noch Zeit ist, Geschichte und Archäologie studiert.

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