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Kinokritik: Ant-Man – ein großer Film ganz klein

Und es geht weiter und weiter. Das Marvel-Comichelden-Universum bekommt noch einen Ableger, auf den die Welt gewartet hat. Ob ein Mann, dessen Verbündete Ameisen sind mit Iron-Man und Co mithalten kann und ob sich ein Besuch im Kino oder die Heimkino-Variante lohnen, das haben wir für Euch herausgefunden.
| Robin Thier |

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

©Ant-Man | Disney/Marvel

Und es geht weiter und weiter. Das Marvel-Comichelden-Universum bekommt noch einen Ableger, auf den die Welt gewartet hat. Ob ein Mann, dessen Verbündete Ameisen sind mit Iron-Man und Co mithalten kann und ob sich ein Besuch im Kino oder die Heimkino-Variante lohnen, das haben wir für Euch herausgefunden.

Handlung

Wie der Name unschwer suggeriert, handelt es sich hier um die Geschichte eines Mannes, der im Laufe des Streifens die Fähigkeit bekommt, sich so klein wie eine Ameise zu machen. Genau gesagt geht es um Scott Lang (Paul Rudd), einem Einbrecher, der frisch aus dem Gefängnis entlassen wurde und versucht sein Leben in den Griff zu bekommen. Als ihm dies nicht so ganz gelingt, wendet sich ein Wissenschaftler mit einem seltsamen Anliegen an ihn. Dabei geht es um eine Technologie, welche es Menschen erlaubt, sich auf die Größe eines Insektes zu schrumpfen und dennoch dieselbe Stärke zu behalten. Natürlich ist die Technologie in Gefahr, denn es gibt auch Menschen, die diese militärisch einsetzen möchten.

Alte Hasen und Probleme mit der Story

Eines vorweg: Das Beste an diesem Film ist, dass Michael Douglas als Dr. Henry Pym mitspielte. Dieser alte Hase im Schauspielgeschäft macht seine Sache wie erwartet brilliant und verleiht an den richtigen Stellen die richtige Form von Tiefe, die das Drehbuch leider enorm vermissen lässt. Dabei wären wir auch schon an der Stelle, an der ich das ein, oder andere loswerden möchte: Ant-Man ist mit einigem Abstand einer der unlogischsten Superhelden-Filme aus der Marvel-Schmiede und wir sprechen hier von einem Universum, in dem Supersoldaten eingefroren im Eis überwintern, ein Milliardär einen Roboteranzug baut und nordische Götter mit grünen Monstern Seite an Seite kämpfen. Doch was alle anderen Filme bisher hatten, war diese gewisse Prise von Realismus und nachvollziehbaren Handlungen, sowie einem einigermaßen logischen Drehbuch. Genau das fehlt Ant-Man. Die Protagonisten handeln teils sehr unlogisch, die eigenen Gesetze der Welt werden alle paar Minuten über Bord geworfen und die Geschichte rund um den Bösewicht war auch nur ein eher blasser Abklatsch der Story von „Iron-Man 1“.

Was den Film dabei jedoch positiv abhebt, ist die Tatsache, dass es mal nicht um Regierungen und unbegrenzte finanzielle Mittel geht, sondern ein Großteil des Streifens wie ein Heist-Movie aufgebaut ist. Auch der Humor und die saloppen Charaktere könnten aus „Oceans 11“ stammen. Sicher, auf diese Weise nimmt der Film sich selbst nicht sehr ernst, was auch an mehreren Stellen durchscheint, aber reicht das für einen unterhaltsamen Film?

Lockere Unterhaltung

Die Antwort: Nicht wirklich. Ant-Man ist lustig, locker und man braucht nicht groß nachzudenken, um der Handlung zu folgen. Doch die Abwesenheit von Charakterentwicklung, die teilweise schlecht erklärten Handlungen und der erzwungene Humor kommen nicht sonderlich über. Die wirklich guten Effekte auf hohem Niveau, wie man sie von Marvel seit jeher gewohnt ist, können es leider auch nicht mehr retten.

Abschließend lässt sich sagen, dass Ant-Man bei Weitem nicht mit den anderen Filmen des Universums mithalten kann und auch eher als seichte Action-Unterhaltung abgestempelt werden muss. Der Film ist daher nur etwas für Fans der Reihe, die sich den Film anschauen müssen, um die Verbindung zu den nächsten Marvel-Filmen des immer dichter verwobenen Kosmos zu bekommen. Alle anderen sollten sich vielleicht einen anderen Film zur Abendunterhaltung auswählen.

 

Quelle – Titelbild: https://a248.e.akamai.net/f/1015/2073/5m/blogs-images.forbes.com/markhughes/files/2015/07/Ant-Man-1-1940×1212.jpg

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Robin Thier

Gründer von seitenwaelzer, studiert in Münster und beschäftigt sich in seiner freien Zeit mit Bildbearbeitung, Webseitengestaltung, Filmdrehs oder dem Schreiben von Artikeln. Kurz: Pixelschubser.

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