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Weihnachten im September

Ein weihnachtliches Plädoyer für Süßwareneinkäufer

Der September ist für die meisten Menschen der letzte Sommermonat, der langsam den Herbst einläutet. Für mich ist der September der Auftakt zu einer Festzeit in Überlänge. Denn pünktlich zum ersten September füllen sich die Sonderaussteller der Supermärkte anstatt mit praktischer Damenunterwäsche, den Resten vom Wassereisschlussverkauf und vereinzeltem Fußballmerchandising, wie durch Zauberei mit Weihnachtssüßigkeiten. Endlich gibt es wieder Spekulatius, Lebkuchen, Dominosteine und alles andere, was das Weihnachtsherz begehrt.

Jetzt finden viele Menschen es angesichts der Temperaturen von 32°C wahrscheinlich pervers, schon an Weihnachten zu denken. Im Supermarkt möchten sie nicht daran erinnert werden, dass bald die Freibäder schließen und die Shorts in den Schrank müssen. Ich aber gehöre zu einer anderen Spezies. Sobald es die ersten Spekulatius gibt, muss ich sie kaufen und in meinen Tee tunken. Schon seit Anfang August habe ich die ersten Vorboten der Weihnachtszeit sehnsüchtig erwartet.

Nicht nur, dass ich im Sommer entweder die Farbe eines Camembert behalte, oder die eines ungekochten Hummers annehme und deshalb die abnehmende Intensität der Sonne schätze. Nein, hinter der Weihnachtszeit verbirgt sich viel mehr und das mal ganz abgesehen, von der Bedeutung für das christliche Leben. Die Weihnachtszeit ist gleichzeitig eine Zeit der Ruhe und der Vorfreude. Natürlich freut man sich auch auf die Geschenke, aber das rückt doch deutlich in den Hintergrund, wenn man das Alter überschritten hat, in dem man sich über eine Lego-Ritterburg freut (Natürlich möchte ich niemanden verurteilen, der Lego-Ritterburgen auch ab einem gewissen Alter noch schätzt!).

In der Weihnachtszeit kommt man mit allen Menschen zusammen, für die man im Alltag vielleicht nicht immer genügend Zeit hat. Im Dezember kann man sich ganz bewusst Zeit nehmen, für alle seine Lieben. Außerdem ist diese Zeit eine Zeit der Besinnung, man kann das vergangene Jahr Revue passieren lassen und einen neuen Anfang planen. Der Beginn dieser Zeit, der für mich persönlich mit den ersten Weihnachtssüßigkeiten anfängt, ist für mich gleichzeitig auch Erinnerung daran, sich auf die wichtigen Dinge im Leben zu besinnen und das geht besser in vier Monaten, als in vierundzwanzig Tagen.

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June Fontaine
Ich heiße June, bin 22 Jahre und studiere in Essen Geschichte und Evangelische Religionslehre auf Lehramt. Neben meinem Studium entdecke ich NRW, probiere mich im Backen und schreibe für seitenwaelzer.

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