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6 unterschätzte Filme – unserere Empfehlungen

Zeit und Langeweile? Diese Filme müsst ihr schauen.

Erinnert ihr euch an die Filmtipps zur Überbrückung der Weihnachtsfeiertage? Wir haben für euch eine neue Liste erstellt. Hier findet ihr die Filme, die nach Meinung unserer Redaktion jeder mal gesehen haben muss, die aber leider in keinem Ranking die überen Plätze einnehmen. Viel Spaß beim Reinschauen!

Michaels Geheimtipp: „Die Nacht der lebenden Looser“ (2004)

Es beginnt wie ein klassischer Sonntagnachmittagsfilm auf Pro7: Drei Teenager sind nicht besonders beliebt an der Schule und einer ist verliebt – oder glaubt es zumindest. So weit so normal, doch dann verwandeln sich die drei in Zombies. Eine völlig verrückte, aber nie das Gewand des Teeniefilms verlassende Komödie nimmt ihren Lauf. Es mal großartig, nicht den klassischen Zombiefilm zu sehen, sondern den ach so hirnlosen Monstern in den Kopf zu schauen und ihre Schrullen mitzuerleben.

Einen Trailer kann ich euch leider nicht zeigen, weil es schlicht und einfach keinen gibt. Das Budget scheint doch sehr gering gewesen zu sein.

 

Amelies Geheimtipp: “Lucky number slevin” (2006)

„Ein Kansas City Shuffle ist, wenn alle Welt nach rechts guckt, während du linksrum gehst.“

Mit einem fiesen Geräusch bricht Bruce Willis in seiner Rolle als Good Cat dem jungen Mann das Genick. Nicht der erste Mord in diesem Film und ganz gewiss wird es nicht der letzte bleiben, denn diese Gangster-Komödie hat es in sich. Der Rabbi und der Boss haben die Stadt fest in ihrem Griff und zögern nicht, kurzen Prozess mit überfälligen Schuldnern zu machen und selbst vor Familien wird nicht halt gemacht. “Sogar das gottverdammte Pferd musste dran glauben.” Begleitet wird der verschachtelte Plot von zynischen Sprüchen und brüllend komischen Dialogen, die Grundlage für jede Menge Zitate bilden.

Am Ende des Films angekommen, ist die gängige Reaktion “Hä?” Jeder Handlungsstrang ergibt am Ende Sinn, doch muss man das Knäuel erst einmal auseinander zupfen. Ich habe den Film mittlerweile acht Mal gesehen und jedes Mal eine neue Verbindung zwischen den Figuren finden können, was diesen Film zu meinem absoluten Lieblingsfilm macht. Dabei ist der Film in Deutschland so unterschätzt worden, dass er es nicht einmal in die Kinos geschafft hat. Und das trotz Leinwandgrößen wie Morgan Freeman und Ben Kingsley! Auch Josh Hartnett hat sich mittlerweile einen Namen gemacht und Lucy Liu ist ohnehin bekannt.

Eine grandiose und absolut unterschätzte Gangster-Komödie!

 

Robins Geheimtipp: “The Signal” (2007)

Eigentlich wollte ich hier über die Filme “Brick” oder “Mr Nobody” schreiben, da es zwei wenig bekannte Filme sind, die ich immer gern empfehle – allerdings habe ich über beide bereits Artikel geschrieben und werde mir daher einen anderen Film vorknöpfen: The Signal.

Bei diesem Sci-fi-Streifen war es zunächst der Trailer, der mich gepackt hat. Wir sehen die verträumte Geschichte eines Pärchens, die in die Natur fahren um dort Zeit miteinander zu verbringen. Aber plötzlich wird der Film surrealer und wir lernen, dass unsere Hauptperson ein merkwürdiges “Signal” mitbekommen hat und in einer seltsamen Forschungseinrichtung gefangen wird… der Film spielt mit den Erwartungen des Zuschauers und macht aus einer zunächst platten Story ein mehr und mehr verworrenes Thrillerstück mit Action- und Sci-fi-Elementen. Mich hat der Film definitiv gefesselt und ich kann ihn allen Fans des Genres ans Herz legen.

 

Patricks Geheimtipp: Triangle (2009)

Nicht nur underrated, sondern auch so einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Eine Gruppe netter Menschen, rund um die junge Mutter Jess, sind auf der “Triangle” auf einem Segeltörn weit draußen auf dem Meer. Als sie in einen Sturm geraten und Schiffbruch erleiden, rettet sie das unbemannt wirkende Kreuzfahrtschiff “Aeolus”, wo das Unheil beginnt seinen Lauf zu nehmen. Mind- und Plot-Twists, die mir damals ein breites Grinsen zusammen mit einem “Wow” auf die Lippen zauberten, haben den Film für mich zu einem der besten gemacht, die ich je gesehen habe.

 

Tamaras Geheimtipp: “Armee der Finsternis” (1992)

Dritter Teil einer mehr oder weniger zusammenhängenden Trilogie, die ersten beiden habe ich nie gesehen, aber Armee der Finsternis ist unglaublich lustig. Trashfaktor over 9000, Splatter gibts auch genug, aber man lacht den ganzen Film lang (und ich steh eigentlich nicht so auf Trash).

Haushaltswarenverkäufer Ash findet das Necronomicon, ein unheiliges Beschwörungsbuch, und kämpft sich gegen die bösen Mächte, die dadurch geweckt wurden. Er verliert Freundin und rechte Hand, welche durch eine Kettensäge ersetzt wird. Via Zeittunnel gelangt er ins Mittelalter und gerät in einen unverbittlichen Kampf zwischen zwei Fürsten. Er muss das Necronomicon dieser Zeit finden und erlebt allerhand “Abenteuer”, sagt die wichtige Zauberformel falsch auf und beschwört unabsichtlich die Armee der Finsternis. Wenn dann nicht noch der “Böse Ash” wäre….Ob der Protagonist je wieder in seine Zeit zurückkehren kann und ob da dann alles gut läuft?

Ziemlich gute Tricktechnik und der markante Humor zeichnen diesen Film von vorne bis hinten aus. Der Verlag CINEMA fasst alles gut zusammen: „Fazit: Monty Python trifft Dalí: surrealer Radau“. Mehr kann man dazu nicht sagen.

 

Lenas Geheimtipp: “Ein Goldfisch an der Leine” (1964)

Mein mit Abstand liebster Film, wenn es mal wieder etwas Schnulziges sein muss, oder ein Mädelsabend ansteht, ist seit Langem ein etwas älterer aber liebevoll inszenierter Schinken. Wie oben angemerkt, ist der Streifen nicht gerade von gestern, kann aber in puncto Einfallsreichtum und Witz locker mit anderen Filmen mithalten. Was ihn aber meiner Meinung nach absolut sehenswert macht, ist der fast schon quirlige Handlungsverlauf. Zugegeben, kann man ca. ab der Mitte (es ist und bleibt trotzdem ein Liebesfilm) das Ende erahnen, allerdings bleiben die ansonsten typischen Längen aus, obwohl der Film seine 120 Minuten dauert. Die eventuelle Absehbarkeit des Geschehens mag meinem mehrfachen Konsum geschuldet sein, dennoch sehe ich ihn immer wieder gerne.

Fast hätte ich vergessen: Angesichts des Alters dieses Films tritt man immer wieder eine kleine Zeitreise in die USA der 70er Jahre an. Es führt allerdings auch dazu, dass kein vernünftiger Trailer existiert, der nicht den ganzen Film zerpflückt. Deswegen lautet mein Tipp: Wenn ihr die Gelegenheit bekommt, diesen Streifen zu schauen, einfach machen!

(Der O-Ton ist aufgrund einiger Fachbegriffe nur Muttersprachlern zu empfehlen)

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ein Beitrag von

Michael Cremann
Ist meist dort zu finden wo die laute Musik für andere klingt wie ein Autounfall. Hängt an der Tanke herum oder gibt Führungen durch Münsters Ruine Nummer eins. Dazu wird noch getanzt und wenn dann noch Zeit ist, Geschichte und Archäologie studiert.

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