DunkleSeiten / Musik

DunkleSeiten: Alleingänge

Soloprojekte im Metal
| Michael Cremann |

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Mittlerweile haben die DunklenSeiten ja schon einige Bands vorgestellt, dieses Mal widmen wir uns den musikalischen Alleingängen: Künstlern aus bekannten Bands der Szene, die neben oder nach ihrem Engagement in der Band ihr eigenes Projekt auf die Beine gestellt haben. Dies ist natürlich nur eine kleine Auswahl, jeden Alleingang und jedes Nebenprojekt allein dieser vier Künstler aufzulisten, würde den Rahmen des Artikels sprengen.

Ihsahn

Der vielleicht unbekannteste Künstler aus meiner Auswahl ist Ihsahn, der als Frontmann und Komponist des Black Metal Urgesteins Emperor. Sein Soloprojekt ist deshalb so interessant, weil es so vielschichtig ist. Von seichten Gitarren mit gradezu schwebendem, klarem Gesang bis zu schrammelnder Gitarre mit Growls und Screams in feinster Black Metal Manier; von Keyboardsounds mit Autothune “Gesang” bis zu Orgel unterstützen Chorälen ist wirklich alles auf jedem einzelnen Album von Ihsahn zu finden:

Was mit “Gesang” im Metal alles gemeint sein kann, habe ich euch hier mal zusammengestellt.

Halford

Nach dem vorläufigen Ende von Judas Priest im Jahre 1992 wirkte Sänger Rob Halford bei einigen, mehr oder weniger erfolgreichen, Projekten mit. Von den Fans von Judas Priest wurde besonders “Halford” extrem positiv aufgenommen. Viele sahen darin die Fortführung von Judas Priest, während sie das Engagement von Tim Owens bei Judas Priest skeptisch sahen. Was man von Halford erwarten kann, ist also das, was man schon auf dem Painkiller oder dem Screaming for Vengeance Album des Priests hören konnte: virtuose Gitarrenarbeit, treibendes Schlagzeug und verdammt hohe Screams. – oh und es gibt ein Weihnachts / Winter Album, aber da reden wir besser nicht drüber…

Emigrate

Ein weiteres wirklich spannendes Projekt, dass man so vielleicht nicht erwartet hätte, kommt vom Gitarristen von Rammstein Richard Kruspe, der sich neben Rammstein noch einen “Musikalischen Ausgleich” schaffen wollte. Hierbei sind bisher zwei Alben entstanden, die fette Gitarrenbretter mit Industrial Elementen vereinen. Besonders auf dem zweiten Album, “Silent so Long” kam es zu vielen spannenden Kooperationen, unter anderem mit Dellé von Seeed oder mit Lemmy Kilmister. Hier stelle ich euch aber meinen liebsten Emigrate Song vor, auch wenn er etwas untypisch sein mag:

Tarja

Tarja Turunen, ehemalige Frontfrau von Nightwish, hat nach dem Ende der Zusammenarbeit mit der Band ein respektables eigenes Projekt auf die Beine gestellt. Hierbei bleibt sie ihrem klassischen Gesangsstil selbstverständlich treu, kombiniert diesen aber mit etwas weniger epischer Musik. Im Allgemeinen ist die Musik, die Tarja allein macht etwas “Mainstream tauglicher”. Des Weiteren hat sie einige Metal Interpretationen von Stücken der Klassik in ihrem Repertoire.

 

Natürlich ist das hier nur eine subjektive Auswahl, falls ihr noch Soloprojekte kennt, denen unbedingt Beachtung geschenkt werden sollte, schreibt sie gern unten in die Kommentare!

Noch mehr Stories? Folge seitenwaelzer:

Michael Cremann

Ist meist dort zu finden wo die laute Musik für andere klingt wie ein Autounfall. Hängt hinter der Kinokasse herum oder gibt Führungen durch Münsters Ruine Nummer eins. Dazu wird noch getanzt und wenn dann noch Zeit ist, Geschichte und Archäologie studiert.

Wacken 2018: eine musikalische Nachlese

Altis Life – Episode #1: Salzige Angelegenheit

Angst vor Mathematik – was nun?

Ein Interview in Schwarz – die Gothic-Novel-Rock-Band ASP

Tags:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir benutzen Cookies, mit der Nutzung unserer Webseite erklärst du dich damit einverstanden. Hier gibt's weitere Infos.