Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Kino & Serie

Kinokritik: Kingsman – The Secret Service

Als uns die Ankündigung erreichte, ein neuer Film von Matthew Vaughn (Kick-Ass, X-Men: Erste Entscheidung) würde im Kino laufen, und es handle sich dabei auch noch um eine Comicverfilmung, war die Vorfreude groß – vielleicht ein klein wenig zu groß, aber dazu kommen wir später. Wir saßen also vor der großen Leinwand und haben uns „Kingsman“ angeschaut. Zwei Stunden, viel Action und ziemlich gute Musik später (im Soundtrack lauschte man u.a. den Klängen von „Dire Straits“) können wir uns ein Bild des Filmes machen.

Die Handlung

Eggsy ist ein Teenager aus der Unterschicht, der sich seine Zeit mit dem Hocken in der Bar und gelegentlichem Unfug vertreibt und tatenlos zusehen muss, wie seine Mutter sich mit einem ungepflegten Schlägertypen einlässt. Sein Leben nimmt eine drastische Wendung, als ein alter Kollege seines verstorbenen Vaters auftaucht, um eine Rechnung zu begleichen und ihm offenbart, dass er ein Spezialagent einer geheimen Organisation namens „Kingsman“ sei, deren Mitglieder perfekte britische Gentlemen sind, die mit allerhand technischer Spielereien und unglaublichem Kampfgeschick die Welt vor Unheil bewahren. Eggsy wird als neuer Rekrut vorgeschlagen und muss sich von da an bei einer ganzen Reihe tödlicher Bewerbungstests beweisen.

Die Handlung…

Hier liegt vermutlich das Manko des Filmes, denn außer der obigen Handlung, die auch noch sehr, sehr vorhersehbar ist, steckt nicht viel Story oder Überraschung in „Kingsman“, obwohl er durchaus das Potenzial dazu geboten hätte. Wie viel davon jetzt am Drehbuch und wie viel an der Comicvorlage liegt, das wissen wir allerdings auch nicht.

Wer also auf der Suche nach einer durchdachten Agenten-Geschichte ist, der sollte um „Kingsman“ vielleicht einen Bogen machen. Die Stärken des Filmes liegen stattdessen in ganz anderen Gefilden und in denen kann er auch wirklich punkten.

Smarte Charaktere und wuchtige Action

Jetzt wollen wir das Meckern über die Story mal außen vor lassen und wenden uns der anderen Seite des Filmes zu und dem Part, der wirklich Spaß macht: Die schrägen Charaktere, allen vorweg Colin Firth im krassen Gegensatz von britischem Gentleman und knallharter Kampfmaschine, die grandiose Action und die Masse an Anspielungen und Parodien auf Filme wie die James-Bond-Serie, oder viele andere Action-Franchises sind sehr gelungen und machen den Film zu einer „netten“ Kinoerfahrung, die allerdings in manchen Szenen etwas kurzweiliger hätte ausfallen können. Die 129 Minuten Laufzeit bemerkt man dann doch.

Fazit

Kein Film, den man in Ehren halten müsste, oder der es Wert wäre sich lange damit zu beschäftigen, aber ein lustiges und absolut cool gemachtes Actionspektakel, das sich Freunde von schwarzem Humor und britischen Filmen wie „Hot Fuzz“ durchaus anschauen können und auch dabei ihren Spaß haben werden. Leider nimmt sich der Film an vielen Stellen zu ernst, um eine uneingeschränkte Empfehlung auszusprechen. Für einen DVD-Abend mit Freunden aber sicher eine Überlegung wert.

Teilen

Robin Thier

Gründer von seitenwaelzer, studiert in Münster und beschäftigt sich in seiner freien Zeit mit Bildbearbeitung, Webseitengestaltung, Filmdrehs oder dem Schreiben von Artikeln. Kurz: Pixelschubser.

Weitere Beiträge

Filmreview: Loving Vincent

„Leute, ich kann Kung-Fu“

Ungewöhnliche Berufe 3: Bonbonmacher

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir benutzen Cookies, mit der Nutzung unserer Webseite erklärst du dich damit einverstanden. Hier gibt's weitere Infos.