Gesellschaft und Lifestyle

Belebt, gemütlich und alternativ: Meine Lieblingsorte im Essener Südviertel

Als ich für mein Masterstudium von Münster nach Essen gezogen bin, habe ich erwartet, mich vom studentischen "Vibe" der Stadt für immer verabschieden zu müssen. Das stellte sich allerdings als Irrtum heraus. Man muss nur die richtigen Orte kennen. Einer davon ist das Südviertel, von dem ich euch meine Lieblingsspots vorstellen möchte.
| Laura Klöppinger |

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Südviertel EssenCC BY-SA 4.0 Foto: Dennis Stratmann

Das Café LIVRES

CC BY-SA 4.0 Foto: Dennis Stratmann

Das LIVRES ist mein absolutes Lieblingscafé in Essen. Hier besticht nicht nur die gemütliche Wohnzimmeratmosphäre, sondern auch die vielen Bücher, die an der Wand in rustikalen Weinkisten verstaut sind. Im Café könnt ihr es euch hervorragend mit einem Cappuccino gemütlich machen, schmökern oder mit Freund*innen quatschen. Die Einrichtung im französischen Stil lädt zum Verweilen ein. Es stört niemanden, wenn ihr mal etwas länger lesen wollt. Die Bücher in den Regalen könnt ihr auch ausleihen, solange ihr sie irgendwann wieder an ihren Platz zurückbringt. Am Wochenende ist der Ort besonders beliebt, deshalb ist es sinnvoll, einen Tisch zu reservieren. Doch nicht nur zum Kaffee trinken und Lesen lockt das schöne Café: Auch Veranstaltungen wie Literaturabende und Wohnzimmerkonzerte finden gelegentlich statt.

Das Herz des Südviertels: Der Isenbergplatz

Sandra Wolfson

Nur einen Katzensprung vom Café LIVRES entfernt liegt der Isenbergplatz. Hier findet ihr einen kleinen Second-Hand-Laden, eine Unverpackt-Drogerie sowie drei gemütliche Bars. Neben dem Cafe Click, wo regelmäßig Kunstausstellungen von lokalen Künstler*innen stattfinden, gibt es eine holländische Kneipe, das De Prins, das mit landestypischem Bier und Snacks lockt. Die Goldbar, die mit ihrer Einrichtung an ein hippes Berliner Szenelokal erinnert, ist ebenfalls ein beliebter Treffpunkt. Besonderen Charme hat der Ort am Abend, wenn die Lichterketten an den Fassaden den Platz erleuchten und die Menschen die Innen- und Außenbereiche der Bars beleben. Gelegentlich sieht man draußen die ein oder andere Person im Schneidersitz auf ihrer Gitarre spielen. Was am Isenbergplatz ganz Ruhrpott-gemäß natürlich auch nicht fehlen darf, ist eine Trinkhalle. An dieser kann man sich auch noch nachts, wenn alle Supermärkte und Bars schon geschlossen haben, noch ein Feierabendbierchen oder eine gemischte Tüte kaufen.

School of Drinking

Laura Klöppinger | seitenwaelzer.de

Abends erleuchtet auch die Witteringstraße, die in der Nähe vom Isenbergplatz liegt, im Glanz der Lichterketten, die die Fassaden ihrer vielen Bars und Restaurants zieren. Eine dieser Bars ist die School of Drinking. In den schicken Regalen stehen edel aussehende Whisky- und Gin-Flaschen ordentlich aneinandergereiht. Die stilvolle und in dunklen Farbtönen eingerichtete Bar hat leckere Cocktails von Grape Fruit Spritz bis hin zu verschiedenen Gin und Tonic-Kreationen. Für den kleinen Hunger wird leckeres Barfood serviert. Das Personal ist freundlich und immer für einen Plausch zu haben. Im Sommer wird auch mal Wassereis an die Gäste verteilt. Wie der Name der Bar bereits andeutet, finden in der School of Drinking auch Tastings statt – egal ob für Rum, Whisky oder Gin.

Tofino: Im Burgerparadies

CC BY-SA 4.0 Foto: Dennis Stratmann

Ebenfalls an der Witteringstraße liegt das Tofino. Hier bekommt ihr richtig leckere Burger – egal ob “klassisch”, vegan oder veggie. Für jede*n ist etwas dabei. Die Einrichtung ist schlicht, aber gemütlich. Die Pommes im Tofino werden aus belgischen Kartoffeln gemacht und sind ebenfalls unschlagbar! Dazu habt ihr die Auswahl aus verschiedenen Saucen und Toppings. Mein Favorit ist mit Abstand die Poutine: Das sind Pommes mit Bratensauce – ein kanadisches Gericht, auf das man im Ruhrgebiet häufiger stößt. Auch die Burgerpatties von Beyond Meat (eine vegane Fleischalternative) schmecken hier richtig gut!

Grüne Oase in der Großstadt: Der Stadtpark

Elke Brochhagen | Stadt Essen

Im Sommer ist der Stadtpark im Südviertel ein beliebter Treffpunkt für grillende Familien, Tischtennis- und Basketballbegeisterte sowie für den gemütlichen Plausch mit Freund*innen. Auf den großen Grünflächen kann man es sich in den warmen Monaten mit einer Decke richtig gemütlich machen. Die vielen großen Bäume tun nicht nur der Stadtluft gut, sondern spenden auch Schatten. Kunst- und Musikbegeisterte sind hier ebenfalls an der richtigen Adresse, denn der Park ist von Essens beliebten Kulturstätten, dem Aalto-Theater und der Philharmonie umsäumt. Zudem finden im Stadtpark jedes Jahr die “Park Sounds” statt, bei denen ihr entspannt elektronischer Musik lauschen könnt, die aus Boxen tönt, die auf dem Parkgelände verteilt werden. Im Winter lohnt es sich, für einen Spaziergang herzukommen und so dem Trubel der Stadt zu entfliehen.

I AM LOVE: Eiscreme zum Dahinschmelzen

Laura Klöppinger | seitenwaelzer.de

I AM LOVE ist meine Lieblings-Eisdiele im Ruhrgebiet. Hier gibt es ständig wechselnde und kreative Eiskreationen, die euer Herz zum Schmelzen bringen. Leute, die es süß mögen, können aus Sorten wie gebrannte Mandeln, Cheesecake oder Macadamia-Schoko wählen. Wer es ausgefallen mag, kommt hier ebenfalls auf seine Kosten, denn es wird gerne mal experimentiert: So gibt zum Beispiel Gurkeneis, das nach Melone schmeckt. Übrigens könnt ihr hier auch Eislöffel kaufen, die man mitessen kann. Im Moment ist der Standort in Essen in der Winterpause. Ausweichen könnt ihr solange auf die Eisdiele in Bochum-Ehrenfeld.

Lust auf mehr vom Ruhrgebiet?

Das war eine kleine Auswahl von meinen Lieblingsflecken im Südviertel. Ich hoffe, ich konnte der ein oder anderen Person Lust auf einen Besuch machen! Im Ruhrgebiet gibt es übrigens noch viele weitere tolle und spannende Orte zu entdecken. Wenn ihr also Lust habt, diese Gegend ausgiebiger zu erkunden, dann schaut doch mal beim Reisekumpel vorbei. Das ist eine App, die euch nach euren Vorlieben und Präferenzen touristische Vorschläge macht.

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Laura Klöppinger

… liebt die englische Sprache und Kultur, weshalb sie sich auch für das Anglistik (und Germanistik) Studium entschieden hat. Wenn sie nicht gerade liest oder Musik macht, diskutiert sie gerne über Doctor Who oder die neusten Indie-Rock Alben.

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