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Bildung / Buchkritik / Karriere

„Erfolg in Studium und Karriere“ – Eine Buchrezension

Fühlst du dich fit für deine (berufliche) Zukunft? Suchst du gerade nach Orientierung für den Einstieg ins Berufsleben? Dann könnte dieses Buch etwas für dich sein: „Erfolg in Studium und Karriere – Fit durch Selbstcoaching“ von Natascha Miljkovic. Wir wurden gebeten, das Buch zu lesen und zu rezensieren. Da ich frische Uni-Absolventin bin und etwas Orientierung absolut gebrauchen kann, habe ich mir das Buch gleich geschnappt.

Worum geht es?

Der Ratgeber ist in vier Kapitel unterteilt: Kompetenzen, Studium, Kontakte und Karriere. Wer in diesen Bereichen mit Hilfe des Buches ein Selbstcoaching absolviert, ist fit für den Studienabschluss und den anschließenden Einstieg in den Arbeitsmarkt – so die Idee der Autorin. In den rund 200 Übungen zu den verschiedenen Baustellen wird man dazu aufgefordert, seine Schwächen gleich anzupacken und sich über den eigenen Werdegang Gedanken zu machen.

Ich fand es…

…locker zu lesen und hilfreich, um meine Gedanken zu sortieren. Ein Studium abzuschließen ist eine feine Sache, aber die ungewisse Zukunft und die unendlich vielen Möglichkeiten, die mir in dieser großen weiten Welt offenstehen, haben mich in den letzten Wochen ganz schön umgeworfen. Das Buch hat mich ein bisschen auffangen können und darin bestärkt, mir erst einmal eine Auszeit zu nehmen, um mich zu orientieren. Ich habe einige gute Tipps mitgenommen, etwa wie ich meine Stärken und Lebensziele aus vagen Vorstellungen zu einem konkreten Selbstkonzept formulieren kann. Ich habe mich natürlich auch vorher schon mit meinen Zukunftsplänen beschäftigt, aber es ist immer hilfreich, Methoden zu erlernen, den Gedankensalat ordentlich schwarz und weiß aufs Papier zu bringen und anschließend in die Tat umzusetzen.

Ein großes Plus ist für mich der Fokus auf das Handwerk des Schreibens. Man merkt, dass Miljkovic und ihre drei Co-AutorInnen hier ihren Kompetenzschatz haben und ihn auch gut vermitteln können. Denn egal ob E-Mail, Facebook-Post oder eben die Abschlussarbeit: Schreiben müssen wir alle! Oft genug höre ich, dass es Studierenden schwerfällt, Texte zu schreiben, weil sie nicht die richtigen Worte oder den richtigen Ton finden. Wenn dir das auch so geht, nicht verzagen! Wie es im Buch so schön heißt: „Schreiben ist ein Handwerk und es kann gelernt werden.“ Ich wünschte, meine KommilitonInnen der letzten Gruppenarbeit aus der Hölle hätten dieses Buch mal in der Hand gehabt…

Aber…

…mich hat die Mischung der Themen irritiert. Das Buch richtet sich an Studierende und an AbsolventInnen und macht damit einen Rundumschlag über alle Themen, die in diesem Lebensabschnitt wichtig sind. Leider auf Kosten der Tiefe: An manchen Stellen habe ich keinen Mehrwert finden können, weil ein Thema nur oberflächlich angesprochen und lediglich allgemeine Weisheiten abgespult wurden. Zum Beispiel finde ich, dass die allseits bekannte Kommunikationstheorie von Schulz von Thun einfach abgefrühstückt ist. Auf den anderthalb Seiten, die er im Buch angerissen wird, habe ich auch nicht mehr gelernt, als damals in der Oberstufe. Vermutlich liegt dieses oberflächliche Anreißen der Themen einfach daran, dass hier die riesigen Bereiche Studium und Karriere in einen Topf geworfen werden. Einerseits gut, weil man so den Gesamtüberblick bekommt, andererseits schade, weil es keine großen Offenbarungen geben wird.

Einen Pluspunkt gibt es von mir für die gendergerechte Schreibweise. Auch wenn sich die Geister an dieser Debatte scheiden, finde ich gendergerechte Sprache, hier in Form des Binnen-I, wichtig und es hat in keinem Fall meinen Lesefluss gestört. Allerdings muss ich sagen, dass der Sprachstil manchmal ein wenig steif wirkte und ich mir ein bisschen mehr spielerische Saloppheit gewünscht hätte.

Eine Empfehlung?!

Ich denke, dass sich das Buch gut eignet, um sich für den weiteren Werdegang zu orientieren und für die Zukunft vorzubereiten. Idealerweise holt man sich das Buch zum Bergfest des Studiums, um die Schreibtipps für wissenschaftliches Arbeiten noch mitzunehmen. Gegen Ende des Studiums kann der Ratgeber dann wieder aus dem Regal gezaubert werden, um sich mit den Karrierefragen und Bewerbungsvorbereitungen auseinanderzusetzen. Falls du jedoch bereits ein Coaching gemacht hast oder dich aufgrund deines Studiums mit den Themen Kompetenzentwicklung, Netzwerken oder Schreiben auskennst, dann solltest du dir vielleicht lieber einen Ratgeber suchen, der mehr in die Tiefe geht. Einfach mal beim utb-Verlag stöbern: Hier hat man sich nämlich auf Lehrbücher und Lernmedien für das erfolgreiche Studium spezialisiert.

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Amelie Haupt

Ahoi! Auf meinem Weg durch die Welt schreibe ich über das was mir so passiert oder mir in den Sinn kommt. Viel Spaß mit diesen weltbewegenden Erkenntnissen!

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