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Gott und die Welt

Jung und Christ sein - ein krasser Widerspruch? In dieser Kolumne geht es um Glaube und Moderne aus Sicht einer jungen Frau.
| December |

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Hallo, ich heiße December. Ok, ich heiße eigentlich nicht wirklich December, sondern… ganz ähnlich. Ich bin irgendwo zwischen zwanzig und dreißig Jahre alt, wohne in einer Großstadt und absolviere eine Ausbildung im Büro – und ich bin Christin.

Ich bin ein junger urbaner Mensch mit einem ganz normalen Lebensstil, wenn man mal von der Kaffeesucht, den gelegentlichen Lachattacken und meiner Passion für Pudel in kleinen Pullovern absieht. Für viele Leute in meinem Alter ist es völlig undenkbar, jung und Christ zu sein, für mich jedoch nicht. Um das zu erklären und einen kleinen Einblick in mein Leben, meine Gedanken und mein Herz zu geben, habe ich mich entschlossen, diese Kolumne zu schreiben.

Die Kolumne beginne ich pünktlich zum Kirchenjahr, das startet nämlich mit dem ersten Advent, und werde euch ein Jahr lang jeden ersten Sonntag im Monat in meinen Kopf schauen lassen. Zumindest in den Teil, der nicht übervölkert ist von Emojis, Katzenvideos und Weihnachtsmusik. Die genauen Details meines Lebens sind relativ harmlos und auch unerheblich für meine Kolumne, deshalb werde ich das etwas außen vor lassen.

Ich bin Christin. Natürlich definieren mich auch noch ganz viele andere Sachen: ich bin Freundin, ich bin pummelig, ich bin chaotisch, ich arbeite in einem Büro, ich lebe in einer Großstadt, ich liebe Katzen, ich bingewatche Serien wie nichts Gutes, ich kann locker eine Tüte Chips alleine verdrücken, ich… ach, ich glaube, ich habe meinen Standpunkt deutlich gemacht. 

Ich bin so Vieles und dennoch ist das Christsein wie der Oberbegriff meines Lebens, mein ganzes Wesen ordnet sich dem unter. Das Christsein ist wie in Mathe der Teil vor der Klammer, innen kann ganz viel passieren und dennoch wird alles mit dem Teil vor der Klammer multipliziert. Wenn ich Freundschaften führe, führe ich sie so christlich wie es möglich ist, wenn ich wähle, wähle ich so christlich wie möglich, selbst wenn ich esse, versuche ich, christlich zu essen.

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Aber was bedeutet das überhaupt für mich: Christin sein, christlich sein? Für mich bedeutet Christ sein, in Jesu Nachfolge zu leben. Ich glaube daran, dass Jesus gestorben ist, damit unsere Sünden für immer vergeben sind. Für dieses Geschenk bin ich dankbar und versuche deshalb so gut es geht, Jesus nachzufolgen. Ganz universell bedeutet das für mich, zu lieben, immer das Gute in anderen Menschen zu sehen und sich selbst nicht so wichtig zu nehmen.

Ich bin übrigens evangelisch, das bedeutet, ganz knapp gesagt, die Ehe ist kein Sakrament – man darf sich also scheiden lassen – der Papst hat für unsere Religion keine Bedeutung, Pfarrerinnen und Pfarrer dürfen heiraten, es gibt keine Nonnen und Mönche.

Nachdem wir jetzt die Basics geklärt haben, lade ich euch herzlich dazu ein, euch meine erste richtige Kolumne durchzulesen. In der nächsten Woche könnt ihr lesen, was ich davon halte, wenn Nichtchristen Weihnachten feiern.

Dieser Artikel stellt nur die Meinung der AutorInnen dar und spiegelt nicht unbedingt die Ansichten der Redaktion von seitenwaelzer wider.

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