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Mitten im Studium: Evangelische Religionslehre und Geschichte

Auf ein Neues
| June Fontaine |

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

In ein paar Tagen fängt die Uni wieder an und dann habe ich es doch tatsächlich ins dritte Semester geschafft. Das ist nicht deshalb erwähnenswert, weil es mal fraglich war, ob ich es erreiche, sondern weil nach dem dritten Semester Halbzeit ist. Bis zum Bachelor braucht man, wenn man sich nach der Regelstudienzeit richtet, sechs Semester. Nach dem Dritten habe ich also tatsächlich die Hälfte meines Studiums geschafft.

Natürlich hat diese Überlegung zwei offensichtliche Schönheitsfehler. Zum einen brauchen viele Studenten länger, als die Regelstudienzeit vorsieht. Zum anderen möchte ich Lehrerin werden und brauche deshalb zwangsläufig noch einen Master, zumindest wenn ich nicht auswandern möchte. Mich stört das aber erst mal nicht. Wenn ich länger brauche, dann ist das halt so. Das ist auch nicht schlimm, aber ich freue mich trotzdem über jeden Meilenstein. Der Bachelor ist immerhin ein vollwertiger Abschluss und den darf man dann auch gebührend feiern.

Es gibt noch einen ganz anderen Grund, weshalb ich es erwähnenswert finde, dass ich ins dritte Semester vorgerückt bin: Vor genau einem Jahr habe ich angefangen, diese Fächerkombination an dieser Uni zu studieren und es kommt mir vor, wie wenige Wochen. Trotzdem habe ich in der Zeit so viel gelernt, dass es sich schwer in Worte fassen lässt. Natürlich habe ich fachliche Kompetenzen entwickelt, die mich meinem Berufswunsch näher bringen. Aber ganz besonders wichtig sind mir die persönlichen Erkenntnisse, die ich erlangt habe.

Ich habe gelernt, dass man großen Zielen durch kleine Schritte näher kommt und dass es völlig egal ist, wie groß und schnell die Schritte sind. Die Hauptsache ist, dass man nicht aufgibt und schreiend in eine andere Richtung davon rennt und das ist manchmal schwer genug. Ich habe gelernt, dass man immer wieder aufstehen kann. Dass man es muss, hört man ständig, aber ich habe erlebt, dass man es auch kann. Und man darf dann sehr stolz auf sich sein, wenn man das geschafft hat. Ich habe gelernt, dass man immer Fehler macht und dass man nur daraus lernen kann. Ich wäre auch lieber fehlerfrei, aber wenn ich schon welche mache, möchte ich wenigstens den Nutzen der Erkenntnis aus ihnen ziehen.

Um nur einige Dinge von persönlicher Bedeutung zu nennen, die ich gelernt habe. Man kann also viel mehr vom Studium bekommen, als fachliche Kompetenzen. Es ist oft wenig romantisch und ich habe mich noch nie verträumt zwischen alten Büchern sitzend gesehen. Es ist dafür umso anstrengender, aber es lohnt sich jede Sekunde für Erkenntnisse, die ich nie mehr vergessen werde. Deshalb freue ich mich sehr auf ein neues Semester, in dem ich Fehler machen und wieder aufstehen kann und mit jedem Tag meinem Ziel ein Stückchen näher komme!

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June Fontaine

Ich heiße June, bin 22 Jahre und studiere in Essen Geschichte und Evangelische Religionslehre auf Lehramt. Neben meinem Studium entdecke ich NRW, probiere mich im Backen und schreibe für seitenwaelzer.

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Eine Antwort zu “Mitten im Studium: Evangelische Religionslehre und Geschichte”

  1. Hi June,
    erstmal einen Daumen nach oben, dass der Blog hier von mehreren Leute geführt wird! Finde ich super, da man dadurch mehr Content zu lesen hat und jeder eine andere SIchtweise mit einbringen kann. Ich sehe es so ähnlich, wie du. Im Studium erlangt man weit mehr, als nur fachliche Kompetenz. Man lernt viele neue Leute kennen, wird viel selbstständiger und steht mit beiden Füßen im Leben. Das Studium ist der letzte große Schritt Richtung Berufsleben und ich blicke dieser Zeit mit voller Vorfreude entgegen. Lange Rede, kurzer Sinn – danke für deine Meinung!
    Beste Grüße!

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