Studium

Tipps für Erstis – No-Gos in der Vorlesung

Ein kleiner Guide für Erstis und störende Kommilitonen
| Gastbeitrag |

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

jarmoluk | Pixabay

Wir kennen das alle, die Uni ist neu und groß und aufregend und funktioniert nicht mehr so wie die Schule. Wenn ihr nicht ins Fettnäpfchen treten wollt, beherzigt diese kleine Liste von Dingen, die ihr lieber nicht tun solltet, wenn ihr eine Vorlesung besucht. Sonst könnt ihr euch vor bösen Blicken und genervtem Kopfschütteln nicht mehr retten.

1. Plätze freihalten

…das könnt ihr im Laufe des Semesters machen, wenn die Hälfte der Leute sowieso nicht mehr kommt. Aber grade in den ersten Wochen ist es euren Kommilitonen gegenüber ziemlich unfair, wertvolle Sitzkapazitäten für Bummler zu blockieren. Alles schon erlebt: Zwei Leute halten in einer Vorlesung, in der die Ersten auf dem Boden platznehmen, eine ganze Reihe frei. Wir sind hier schließlich nicht am Pool eines Ferienresorts, wo Rentner mit Tennissocken um sieben Uhr morgens fünf Liegen mit Handtüchern blockieren, um danach mit Tupperdosen das Frühstücksbuffet zu leeren. Vielleicht lernt ihr auch tolle neue Leute kennen, wenn ihr mal nicht neben der zu spät kommenden Clique sitzt.

2. Nicht klopfen

Am Ende einer Vorlesung klopft man mit der Faust auf den Tisch, das ist wie der Applaus im Theater. Man dankt dem Professor auf diese Weise für den Unterricht. Am Schlimmsten ist es natürlich, gar nicht zu reagieren, aber auch Klatschen ist ein No-Go. Schließlich hat der Prof kein Kunststück zum Besten gegeben, sondern euch eine Dienstleistung rund um das Wissen erbracht.

3. Quatschen

Zwischen 100 und 1000 Leute in einem Raum mit meistens fragwürdiger Akkustik. Da entsteht selbst durch Flüstern eine beeindruckende Lautstärke. Wenn ihr die Vorlesung langweilig findet, dann geht doch einfach direkt mit eurem Sitznachbarn in ein Café und unterhaltet euch dort in Ruhe. Das Wissen aus der Vorlesung wird nicht durch magische Osmose in euch hineindiffundieren, nur weil ihr körperlich anwesend seid. Stattdessen haltet ihr durch euer Gespräch eure Kommilitonen vom Lernen ab.

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4. Früher gehen

Klar, manchmal ist die Vorlesung langweilig und es gibt besseres zu tun. Aber Aufstehen und den Saal verlassen, auch wenn die Vorlesung noch nicht zu Ende ist, ist störend und respektlos. Dem Professor gegenüber ist es respektlos, wenn ihr geht und für eure Kommilitonen sehr störend, denn es macht Lärm und im Zweifelsfall müssen sie für euch auch noch aufstehen, um euch vorbei zu lassen. Manche Vorlesungen haben in der Mitte eine kleine Pause, in der ihr euch davonschleichen könnt – wenn es denn sein muss.

5. Zu spät kommen

Das kann jedem Mal passieren, grade wenn die Bahn im Winter bei ein bisschen Puderschnee wieder zur Mimose wird und denkt, sie fährt jetzt in der Antarktis. Aber wenn ihr zu spät kommt, setzt euch lieber leise in die letzte Reihe an den Rand, als eure Freundinnen in der Mitte der Reihe zu suchen, so dass 20 Menschen für euch aufstehen müssen und der Dozent über seine eigenen Sätze stolpert, wenn plötzlich der halbe Hörsaal steht.

6. Den Professor fragen, ob er nochmal die vorherige Folie zeigen kann, damit man den letzten Satz noch abschreiben kann

Ist ein totaler Faux-Pas, hat aber so viel Unterhaltungswert, dass ich mich jetzt schon auf den nächsten Ersti freue, der das fragt.

Welche Hörsaalregeln würdet ihr euch noch wünschen? Lasst uns einen Kommentar da.

Titelbild: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:5th_Floor_Lecture_Hall.jpg

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