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Bäume statt Pokémon Go – Michaels Freizeittipps für die Lockdown-Phase

Die Corona-Lockdowns stellen für Viele eine große Herausforderung dar. Michael hat ein paar Tipps parat, damit euch nicht die Decke auf den Kopf fällt.
| Michael Kringe |

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Ein großer knorriger Baum, an dem ein Mann lehnt. Der Mann wirkt im Vergleich sehr klein.Michael Kringe

Die Corona-Lockdowns stellen für Viele eine große Herausforderung dar. Angst und Unsicherheit sind die vorherrschenden Gefühle in den Köpfen der meisten Menschen. Manche bangen um ihren Job, andere haben eine Risiko-Person in der Familie. Die Liste der Sorgen ist lang. Man fühlt sich zermürbt, traurig, ausgebrannt. Der Großteil der Menschen würde am liebsten den Alltag ganz weit hinter sich lassen und einfach was Schönes erleben und wissen doch zugleich: Der Winter naht, der Lockdown bleibt. Es wird also vermutlich ein verdammt langer Winter.

Was also tun?
In der Sauna entspannen? – Hat leider zu.
Ins Kino gehen? – Leider geschlossen.
Der Zoo wird doch sicher auf haben? – Nope.
Restaurants, Kneipen, Vereine, der Yoga-Kurs, das Gym? – kann man alles vergessen.

Außer Netflix-Serien gucken, Games zocken und chillen bleiben daher kaum Alternativen übrig. Jedes Wochenende immer nur in der Bude zu hocken kann auf Dauer jedoch sehr langweilig werden und macht depressiv. Klar, man kann sich einen Spaziergang vornehmen. Allerdings hält sich meine Motivation in Grenzen, immer nur hinterm Haus den Berg auf- und abzuwandern.

Stattdessen suche ich mir viel lieber ein Ziel heraus für ein kleines Outdoor-Abenteuer. Dafür eignen sich Naturdenkmäler perfekt! Das können Höhlen oder Felsen sein, die meisten jedoch sind Bäume.

So findest du dein Ziel

Um die schönsten Baumdenkmäler in deiner Gegend zu finden, gib einfach den folgenden Text bei Google ein: „Liste der Naturdenkmäler in (deine Stadt/Region)“. Danach wirst du auf der Seite von Wikipedia landen und für jedes noch so kleine Kaff erstaunlich lange Listen mit Bäumen finden. Was es nicht alles gibt!

Neben der Kurzbezeichnung des Baumes wirst du dann manchmal ein kleines Symbol oder einen Link finden, welcher dich beim Anklicken auf die Seite des GeoHack-Portals führt. Hier erfährst du dann den genauen Standort deines Ziels. Wenn sich der Baum im Ort selber befindet, gibt es sogar genaue Angaben mit Straße und Hausnummer. In den übrigen Fällen heißt es: Wanderschuhe anziehen!

Alternativ kannst du die Baumdenkmäler oftmals auch über dein regionales Geoportal ausfindig machen. Dort sind sie zumeist als kleine Punkte auf der Karte zu sehen. Du magst lieber großflächige Ziele? Kein Problem! Bei den meisten Geoportalen sind Naturschutzgebiete und geschützte Landschaftsteile auf der Karte eingezeichnet, die du ziemlich bequem ausfindig machen kannst. Einige davon sind riesig, andere kleiner als dein Garten.

5 Gründe, warum sich die „Baumjagd“ lohnt

Noch nicht überzeugt? Nun, sieh es mal so: Ein bisschen erinnert die Baumsuche an Pokémon Go. Mit der Online-Map bewaffnet, den Blick auf das Handy, macht man sich auf den Weg in die Pampa. Doch statt Schiggy, Hornliu, Glumanda oder Pumeluff jagst du alte Eichen, Linden, Buchen oder Eschen.

Hier meine TOP 5 Gründe, warum sich die „Baumjagd“ lohnt:

1. Naturdenkmal-Besuche sind nach wie vor ein sehr exotisches Hobby. Die meisten Menschen besuchen lieber Städte, Gebäude oder Ruinen. Du wirst daher quasi so etwas wie eine verborgene Parallelwelt vorfinden, von der fast niemand weiß, dass sie existiert, selbst wenn die Baumdenkmäler direkt vor der eigenen Haustür liegen. Sehr spannend.

2. Du musst nicht weit fahren und kannst dabei spielerisch die heimische Umgebung erkunden. Eine ideale Beschäftigung für zwischendurch oder nach der Arbeit.

3. Du weißt nie genau, was dich erwartet. Im Unterschied zu Museen oder besonderen Bauwerken wirst du zu Naturdenkmälern nämlich kaum Bilder im Netz finden. Und doch gibt es so vieles zu entdecken. Hohle Baumriesen eignen sich perfekt zum Reingehen oder Durchschauen. Ein cooles Motiv für Fotos, wie ich finde. Andere Bäume liegen abgelegen im Wald und wirken mit ihren knorrigen Armen wie mythische Spukgestalten aus einer fremden Welt.

4. Wenn du Glück hast, findest du in deiner Umgebung sogar Exemplare, die als  500 bis 1000-jährige Eichen oder Linden ausgeschildert sind. Vor allem, weil man im dicht besiedelten, forstwirtschaftlich genutzten Deutschland kaum noch Bäume über einem Alter von 150 Jahren finden kann, ist das ein unbedingtes Muss.

5. Japanische Studien fanden heraus, dass schon ein einfacher Waldspaziergang die Stresshormone im Blut um bis zu 75% sinken lässt! Ebenso mindert der Aufenthalt im Wald Angst und Depressionen und wirkt dem Burn-out-Syndrom entgegen.

Klingt nach einem guten Mittel gegen den allgegenwärtigen Corona-Blues. Abwechslung ist auf jeden Fall garantiert. Wenn ihr also gerade nichts zu tun habt oder nach nach unbedenklichen Ausflugszielen sucht, probiert es doch einfach mal aus!

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Michael Kringe

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