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Horrorfilm-Special

In zehn Tagen ist Halloween, und wie letztes Jahr möchten wir hier einige Filme vorstellen, die zu diesem Anlass passen. […]
| Robin Thier |

Geschätzte Lesezeit: 8 Minuten

In zehn Tagen ist Halloween, und wie letztes Jahr möchten wir hier einige Filme vorstellen, die zu diesem Anlass passen. Es geht um Horrorfilme, und mit etwas Glück könnt ihr einen der besprochenen Filme bald euer Eigen nennen.

Happy Halloween
Die Verlosung ist abgeschlossen und die glücklichen Gewinner werden per Mail benachrichtigt. Wenn sich ein Gewinner innerhalb von zehn Tagen nicht meldet, dann wird neu verlost.

10. The House of the Devil

Vor dubiosen Jobs, bei dem junge Frauen allein in gruseligen Herrenhäusern sind, war wohl noch nicht genug gewarnt, denn aus diesem “Standartkonzept” entwickelt sich hier eine wahrhaft teuflische Geschichte.

Handlung: Samantha kann das Geld gut gebrauchen. Die 300 Dollar, die ihr für einen scheinbar einfachen Babysitting-Job angeboten werden kann sie nicht ausschlagen und nimmt den Job trotz der merkwürddigen Hausbewohner und der Lage, weit draußen, fernab der  Zivilisation an. Doch es ist kein Kind auf das sie aufpassen muss und plötzlich entwickelt sich der entspannte Abend zu einem Trip durch die Hölle.

Gruselfaktor: Wie ein B-Movie beginnt der Film, was vor allem durch die deutsche Synchronisation zu erklären ist. Doch nach dem hin und her der beiden Darstellerinnen schleudert der Film den Zuschauer in die Handlung – ohne Wenn und Aber. Gruseleffekte finden sich dabei kaum, sondern vielmehr die szenische Gestaltung und die Handlug lassen die Haare zu berge stehen. Ein muss für jeden, der guten Grusel ohne literweise Blut erleben möchte. Der Film dauert 91 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben.

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9. Das Lazarus Projekt

Wer den Film “Shutter Island” gesehen hat, wird wohl einige Parallelen feststellen können. Aber das ist gerade richtig, denn die düstere Atmosphäre, die eine Psychatrie mit sich bringt, lässt diesen düsteren Thriller zu einem

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Horrorfilm werden.

Handlung: Ein kleiner Gangster wird zum Tode verurteilt. Als er die Giftspritze bekommt, rechnet er fest damit, dass er nun sterben werde. Doch anstatt im Jenseits findet er sich in einer Psychatrie wieder. Als Insasse? Als Hausmeister? Wie kommt er eigentlich hier her? Und vor allem: Was ist schlimmer, der Tod, oder diese “zweite Chance”?

Gruselfaktor: Nach einem eher ruhigen Einsteig dreht der Film nach der Hinrichtung richtig auf und überschüttet einen mit düsteren Vorahnungen und Fragen über Fragen. Diese Verwirrung springt vom Protagonisten auf den Zuschauer über und lässt die 96 Minuten wie im Flug vergehen. Der Film ist kein Schocker, aber weiß es dennoch durch Spannung zu überzeugen. Das Lazarus Projekt ist ab 16 Jahren freigegeben.

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8. Event Horizon

Der Urvater des Science-Fiction-Horrors. Event Horizon ist nicht nur super spannend und in Teilen auch überraschend gruselig, der Film schafft es auch irgendwie trotz seines Produktionsjahres mehr HD zu sein, als viele aktuelle Filme. Wie auch immer er das macht…

Handlung: Die Crew eines Transportschiffes wird zu einer besonderen Mission geschickt. Sie sollen, zusammen mit einem Wissenschaftler, das verschollene Schiff „Event Horizon“ bergen, das plötzlich wieder auftauchte, nachdem es Jahrelang verschwunden war. Doch als sie ankommen scheint irgendwas mit dem Schiff nicht in Ordnung.

Gruselfaktor: Der Schrecken des Filmes entfaltet sich zu Beginn sehr subtil. Halluzinationen, Träume und Wahnvorstellungen zerrütten die Crew, wie auch den Zuschauer. Später wird jedoch ein Effekte- und Schockfeuerwerk abgefeuert, in dem der Film seine volle Wirkung entfaltet. Das Setting erinnert dabei oft an Klassiker wie „Alien“. Vor allem das Ende des Filmes ist nichts für schwache Nerven! Event Horizon ist ab 16 Jahren freigegeben und dauert 92 Minuten.

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7. Das Geisterschloss

Erneut ein altes Haus, in diesem Fall ein Schloss, das als Handlungsplatz dient. Doch hier ist es erneut die prominente Darstellerriege, die man in einem solchen Horrorfilm nicht unbedingt erwartet hätte.

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Handlung: Ein Expertenteam für Paranormales (u.a. Owen Wilson und Liam Neeson) untersucht ein Haus, in dem sich seltsame Ereignisse abspielen. Schon die erste Nacht wird zu einem Albtraum und damit ist es nicht vorbei, denn das Haus scheint zu leben und sie zu bekämpfen.

Gruselfaktor: Hier sind es ausnahmsweise mal die Effekte, die den Grusel erzeugen. Mit, für das Jahr 1999 recht fortgeschrittenen Animationen wird das Haus zum Leben erweckt und manche gruselige Spannung erzeugt. Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben und dauert 112 Minuten.

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6. The Rite

Was in dieser Liste noch fehlte war ein Film über Exorzismen. Ein großer Teil der Horrorfilmwelt setzt sich mit diesem Thema auseinander (Der letzte Exorzismus, der Exorzist, etc.) und der Film, der hier besprochen werden soll, ist einer der neueren Vertreter des Genres.

Handlung: Ein junger Priester ist kurz davor seinen Glauben zu verlieren und wird daher zu einer Exorzistenausbildung in den Vatikan geschickt. Ein unorthodoxer Geistlicher, dessen Fachgebiet das Dämonenaustreiben ist, führt in in die finstere Seite der Religion ein. Doch schon bald beginnt der alte Priester sich zu verändern. Er war einen Schritt zu weit gegangen.

Gruselfaktor: Nach einem fast langweiligen Einstieg, nimmt der Film bald an Fahr auf und präsentiert die düsteren Stunden der Dämonenaustreibung, die mit Spezialeffekten durchaus schauerlich in Szene gesetzt wurden. Das eigentlich gruselige ist hier jedoch die Performance von Anthony Hopkins, den wir als besessenen, oder gestörten, dennoch genialen Denker bereits in „das schweigen der Lämmer“ bestaunen durften. Diese Performance ist es, die den Film trägt und die wahre Empfehlung des Filmes ist. Ab 16 Jahren, 114 Minuten.

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5. Wicker Man
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Was ist der Sinn eines Horrorfilmes? Soll er Angst und Schrecken hervorrufen? Vermutlich. Aber es geht auch anders. Allein die Handlung kann einen Film bereits zu einem Horrorfilm machen, und das geschieht in Wicker Man.

Handlung: Ein psychisch angeschlagener Polizist folgt dem Hilferuf seiner Ex-Frau. Ihre Tochter ist verschwunden und er soll sie wieder finden. Ort des Verschwindens ist eine Privatinsel, auf der an längst vergessenen Ritualen festgehalten wird.

Gruselfaktor: Wie schon erwähnt ist Wicker Man keiner der üblichen Gruselfilme, in denen Schockelemente und nächtliche Schauder überwiegen, sondern eher ein Mystery-Film mit Horrorelementen. Nicolas Cage gibt den Polizisten recht überzeugend und der Film kann seine dramaturgischen Schwächen, die an ein oder zwei Stellen auftreten mit einem Bombenfinale ausbügeln.
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4. Sinister

Erneut dient uns ein Haus als Schauplatz des Schreckens und das ist im wahrsten Sinne des Wortes gemeint, denn was dieser Film trotz weniger Effekte leistet, ist genial.

 Handlung: Ein Autor, der Bücher über wahre Verbrechen schreibt, zieht mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in ein Haus, in dem ein Mord passierte. Auf dem Dachboden findet er eine Kiste, in denen Filme sind, die von weiteren Morden zeugen. Ein Serienkiller? Er glaubt an eine große Enthüllung, doch plötzlich geht etwas anderes um, etwas, das viel schlimmer ist, als ein Serienkiller!

https://www.youtube.com/watch?v=64yj6x0iY0k

Gruselfaktor: Der bisher gruseligste Film in der Liste –  mit Abstand! Trotz weniger Special-Effects schafft es der Film eine Spannung aufzubauen und zu erschrecken, dass man am liebsten das Licht anmachen und sich vergewissern möchte, dass da niemand im Schatten steht. Neben vortrefflichen Schockeffekten und einer wahnsinnig guten Atmosphäre, überrascht das Ende. Ähnlich der Verfilmung von Stephen Kings „Der Nebel“ ist das Ende erschreckend und plötzlich zugleich, wie ein Schlag ins Gesicht und hängt auch noch tagelang nach. Fazit: Der Film schafft mit seinen 114 Minuten, was die wenigsten Horrorfilme leisten, wirkliche Angst zu erzeugen. Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben.

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3. Pandorum

Mache Horrorfilme spielen nicht in Häusern, in denen alte Geister und Flüche umhergehen. Sie haben etwas ganz anderes zum Thema: Die Folgen wissenschaftlicher Experimente in einem düsteren Zukunftssetting.

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Handlung: Mitten im Weltall erwachen zwei Astronauten aus einem sehr tiefen Schlaf – ohne Erinnerungen, ohne Orientierung und ohne eine Ahnung, was ihre Mission ist. Zu allem Unglück steht das Energiesystem des Schiffes kurz vor einem kompletten Zusammenbruch, sodass einer von ihnen sich durch enge, dunkle Luftschächte zur Brücke durchkämpfen muss. Der einzige Kontakt, den die beiden Astronauten haben, ist über Funk. Schon nach kurzer Zeit müssen sie jedoch feststellen, dass sie nicht allein an Bord des Raumschiffes sind und kämpfen bald darauf auch schon einen erbitterten Kampf ums Überleben und die Zukunft von ihnen und der gesamten Menschheit…

Gruselfaktor: In dem Film gibt es viele dunkle, lange Gänge, in denen man das Gefühl bekommt, dass noch etwas in dem Raumschiff ist und die Astronauten verfolgt.  Der Film spielt mit der Psyche und veranlasst einen, dauernd zu denken „Da ist etwas Böses, da passiert gleich etwas schlimmes“. Dadurch schafft der Film es, eine gewisse Stimmung aufzubauen und entsprechend zu erschrecken.
Der Film dauert 104 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegen.

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2. Insidious

Geisterhäuser, Flüche und das Jenseits. Diese Themen werden immer wieder gerne genutzt um Horrorfilme populär zu machen. Einer der jüngeren Vertreter dieses Genres, dessen Fortsetzung gerade im Kino anlief, ist „Insidious“.

Handlung: Eine Familie zieht in ein neues Haus, in dem es schon bald nicht mehr mit rechten Dingen zugeht. Bücher fallen ohne Grund aus dem Regal und eine flüsternde Stimme ist über das Babyphone zu hören. Als einer der beiden Söhne in ein merkwürdiges Koma fällt, nehmen die Vorkommnisse schreckliche Ausmaße an.

Gruselfaktor: Der Film spielt geschickt mit Kameraperspektiven und dem „Da ist Jemand“-Gefühl. Leider ist die Ausstattung teilweise etwas lächerlich und der Auftritt von Geisterjägern lässt einen an den Gruselfilmklassiker „Poltergeist“ denken. Dennoch ist Insidious gerade durch die eher ruhige Inszenierung, durch die man den Film erst wenig ernst nimmt, stellenweise sehr überraschend und erschreckend.

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1. White Noise

„White Noise“ ist der Fachausdruck für das weiße Rauschen, welches man früher, in Zeiten vor Flachbildfernsehern, empfangen konnte, wenn man keinen Sender beim Fernseher (oder Radio) eingestellt hatte. Dieses hypnotische Rauschen übte schon lange eine Faszination für Geisterjäger aus. Man könne, so die Theorie, in den Frequenzen des weißen Rauschens die Stimmen der Geister hören, die mit dem bloßen Auge/Ohr nicht wahrnehmbar sind, aber von Mikrofonen aufgezeichnet werden können.

Handlung: Für den Architekten John geht die Welt unter, als seine Frau Anna spurlos verschwindet. Nach einigen Wochen nimmt ein Mann Kontakt zu ihm auf, der behauptet, über das weiße Rauschen des Radios und Fernsehers Botschaften von Anna empfangen zu haben. John überwindet seine anfängliche Skepsis und stürzt sich auf dieses Phänomen des „Electronic Voice Phenomenon“. Doch was er nicht weiß: Auch das Böse lauert im weißen Rauschen, und es kann in diese Welt vordringen.

 Gruselfaktor: Der Film lebt in erster Linie durch seine düstere Grundstimmung und das interessante Phänomen des weißen Rauschens. Die gut inszenierten Schock-Effekte tragen noch dazu bei, dass man hier einen äußerst sehenswerten Horror-Thriller, fernab der blutspritzenden Slasher-Filme geliefert bekommt. Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben und läuft 98 Minuten.

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Robin Thier

Gründer von seitenwaelzer, studiert in Münster und beschäftigt sich in seiner freien Zeit mit Bildbearbeitung, Webseitengestaltung, Filmdrehs oder dem Schreiben von Artikeln. Kurz: Pixelschubser.

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4 Antworten zu “Horrorfilm-Special”

  1. 1. Quergelesen!

    2. wenige beiträge, z.B. nur einer über das Studium. Da wäre eine vielzahl von Artikeln vllt auch über andere Studienstädte interessant

    3. nope

  2. 1. Die Mischung aus persönlichen Berichten und wissenschaftlichen Artikeln unterschiedlicher Bereiche!

    2.Mangel an Aufgreifung bzw. Initiierung (eigener) kontroverserDiskussionen

    3. Während eines SAW-Abends von in der Dunkelheit leuchtenden Katzenaugen überrascht zu werden!

  3. 1. Ausführliche Berichte, die nicht nur an der Oberfläche kratzen.
    2. Zu wenige Bewertungen bzw. eine eigene Rezension.
    3. Das erste Mal “Paranormal Activity” in der Sneak-Preview im Kino

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