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Science-Fiction: Wenn Wissenschaft und Fantasie Hand in Hand gehen

Wie funktioniert Teleportation und kann man schneller als mit Lichtgeschwindigkeit fliegen? Professor Tolan erklärt in erfrischenden Vorträgen die Physik und […]
| Robin Thier |

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Stefan Cosma | Unsplash

Wie funktioniert Teleportation und kann man schneller als mit Lichtgeschwindigkeit fliegen? Professor Tolan erklärt in erfrischenden Vorträgen die Physik und nimmt dabei berühmte Filmuniversen zum Beispiel.

Metin Tolan, der Physiker Deutsch-Türkischer Abstammung ist bekennender Trekkie und das merkt man seinem aktuellen Vortrag auch an. Star Trek – Facts and Fiction heißt das Programm, in dem er der Physik hinter Star Trek auf den Grund geht.

„Wie viel haben die Produzenten wohl für die wissenschaftliche Beratung einer kompletten Star Trek Staffel ausgegeben? Ganz richtig, 50 Dollar.“

Dieses Zitat stellt dar, wie wenig das riesige Sci-fi-Universum scheinbar auf wissenschaftliche Fakten baut, doch, so gibt Tolan zu, diese 50$ waren gut investiert, denn grundlegende, wie sehr spezielle physikalische Theorien wurden richtig und teilweise sogar ihrer Zeit voraus dargestellt.

Beispiele gibt der Physiker während seines 90 Minütigen Vortrages genug: Das Fliegen mit Warp, bei dem man quasi die Raumzeit krümmt um von einem Ort zum anderen zu gelangen (diese Theorie konnte 1998 bewiesen werden) oder auch die Funktionen technischer Geräte wie dem Handy oder der Spracherkennung – sie tauchten erstmals in der bekannten Serie auf.

Was für manch einen geplagten Physiklernenden nur bloße Formeln sind, das bekommt durch Professor Tolan eine praktische Anwendung, die auch noch Spaß macht.

 

„Erschrecken sie nicht, die Hälfte des Vortrages besteht sowieso nur aus Filmausschnitten.“

 

Kein Wunder also, dass die Bücher des „Physikers und Wissenschaftskabarettisten“  sich gut verkaufen und es fertig bringen die trockene Formellehre für jedermann verständlich auszudrücken, zu Recht erhielt er auch in diesem Jahr den Communicator-Preis der Deutschen-Forschungsgesellschaft.

Da möchte man doch gleich die Vorlesungen besuchen, denn Professor Tolan lehrt und forscht an der Technischen Universität Dortmund.

So gemischt, wie das Thema des Vortrages, so gemischt ist auch das Publikum. Von Teenager bis Rentner lässt sich keiner das Event entgehen und auch bei den Fragen am Ende stellt sich oft die Zusammensetzung heraus: Neben sehr gezielt gestellten Fragen zu physikalischen Vorgängen, die auch den Referenten manchmal vor ein Rätsel stellen, bis hin zu ebenfalls sehr detaillierten Fragen über den Ausgang dieser oder jener Star-Trek-Folge, ist alles vorhanden.

Fazit: So muss Physikunterricht sein, und wer die Chance hat einen von Tolans populärwissenschaftlichen Vorträgen zu besuchen, der sollte sie wahrnehmen, denn man bekommt einiges geboten.

Hier ein Ausschnitt seines Programms „Geschüttelt nicht gerührt“, bei dem es um eine Actionsequenz aus dem James-Bond-Film „Golden Eye“ geht.

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Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Metin_Tolan
youtube.com

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Robin Thier

Gründer von seitenwaelzer, studiert in Münster und beschäftigt sich in seiner freien Zeit mit Bildbearbeitung, Webseitengestaltung, Filmdrehs oder dem Schreiben von Artikeln. Kurz: Pixelschubser.

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