Abi - und dann? / Studium

Die Ersti-Checkliste zum Studienbeginn

Das Wichtige für den Start ins Studentenleben
| Robin Thier |

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Robin Thier

Studium – das bedeutet, neue Leute kennenzulernen, eine neue Stadt, eine unbekannte Uni und eine allgemeine Umgewöhnung. Damit man da auch nichts vergisst oder übersieht, haben wir uns bei Studenten höherer Semester umgehört und ein paar Tipps bekommen, was man zum Studienbeginn beachten sollte.

Vor dem Semesterbeginn:

1. Eine Wohnung suchen. Wer nicht das Glück hat, sowieso in der Nähe der Uni zu wohnen, bei dem wird das erste Problem wohl zunächst die Suche nach einer Bleibe sein. Besondere Auswahlkriterien: preisliche Kategorie und Nähe zur Uni (je nach Möglichkeiten des öffentlichen Nahverkehrs)

2. Einige Studiengänge bieten Vorkurse an, die sollte man besuchen, wenn man Zeit hat.

Vorkurse besucht man weniger aus Gründen des Lernens, denn aus sozialen Gründen. Meine Clique habe ich da kennengelernt und die reden noch immer davon. (Ein Informatikstudent)

3. So langsam wird es Zeit, sich über das Fach Gedanken zu machen. Wer beim Studienstart unsicher ist, der sollte mit FACH-Studienberatern sprechen. Diese Berater haben meistens detaillierteres Wissen als allgemeine Studienberater. Doch auch sie werden euch vermutlich nur sagen, dass ihr euch keine Sorgen machen müsst, denn alle anderen sind genauso orientierungslos an der Uni, wie ihr.

4. Der Beginn des Studiums rückt näher und es wird Zeit, einmal durchzuatmen. Geht doch mal spazieren und schaut nach, wo ihr am besten einkaufen gehen könnt und wie lange die Geschäfte geöffnet sind (diese Information soll schon Existenzen gerettet haben).

5. Das Studium beginnt. Meistens – das ist von Uni zu Uni unterschiedlich – gibt es eine Einführungswoche, die von den Fachschaften veranstaltet wird. Da kann man die Uni und vor allem andere Kommilitonen kennenlernen.

6. So, jetzt seid ihr im Studium angekommen. Aber noch könnt ihr euch das Leben leichter machen. Zum einen ist es jetzt sinnvoll, sich online oder vor Ort Pläne der Universitätsgebäude anzusehen, oder, wenn nötig zu fragen, wo sich was befindet. Außerdem bieten Universitäten oft Smartphone-Apps mit Plänen oder der Speisekarte der Mensa an. Das ist auch nicht verkehrt.

Als letzten Punkt kann man hier noch Facebook-Gruppen nennen. Auch, wenn ihr den sozialen Netzwerken eher kritisch gegenübersteht (und tun wir das nicht alle irgendwie?), spielt sich dort dennoch viel Sinnvolles ab. Jeder Studiengang hat normalerweise eine Gruppe, in der Fragen gestellt und beantwortet werden und auch oft Probeklausuren oder anderes Informationsmaterial hochgeladen werden.

Im Studium:

7. Am Anfang solltet ihr zu allen Veranstaltungen hingehen. Dann, nach etwa drei Wochen, kann man schon ganz gut einschätzen, was sich lohnt, und was nicht. Wenn ihr das Gefühl habt, die Vorlesung bringt euch überhaupt nichts, dann kann diese Zeit besser anders investiert werden, zum Beispiel in den Gang zur Bibliothek, oder was sonst noch so anfällt. Hauptsache, ihr lernt den Stoff anderweitig (Tutorien, Bücher, Lerngruppen etc.)

8. Lern- und/oder Hausaufgabengruppen bilden. Wenn das Fach es nicht sowieso vorsieht, sollte man sich Gleichgesinnte suchen, mit denen man lernen kann, oder (besonders in naturwissenschaftlichen Fächern) die Hausaufgaben aufteilen kann, denn ansonsten wird der Arbeitsaufwand enorm hoch, wenn man alles selber machen muss. Außerdem kann es beim Lernprozess sinnvoll sein, anderen einmal etwas zu erklären, um zu testen, ob man es selbst schon verstanden hat.

9. Freizeit: Von Sport, Doppelkopfrunden, über Filmprojekte oder dergleichen – immer dieselben Leute aus dem Fachbereich um sich zu haben, die alle gleich denken und oft das gleiche machen, ist auf Dauer anstrengend. Wenn ihr also die Möglichkeit habt, euch mit anderen Leuten auszutauschen – warum nicht?

10. Informiert euch mal über Angebote der Fachschaften, die haben teilweise wirklich gute Angebote für Studenten und schaut euch auch einmal um, was ihr als Studenten alles günstiger bekommen könnt. Die Spannweite reicht von Kino- oder Schwimmbadeintritten über Software (z.B. wird Microsoft Office von vielen Unis kostenlos angeboten) bis hin zu anderen Angeboten.

Die Klausurenphase:

Irgendwann (je nach Studiengang früher oder später) kommen die Klausuren auf euch zu. Hier gelten zwar die üblichen Tipps, die auch schon in der Schule funktioniert haben, aber vielleicht ist für euch noch etwas dabei:

11. Entspannt bleiben: Letztendlich ist das nichts anderes als in der Schule. „Universität“, das klingt zunächst einmal furchteinflößend, aber in vielen Fällen sind die Klausuren sogar deutlich leichter, als im Abi.

12. Besorgt euch Klausuren aus den vorherigen Jahren (z.B. bei der Fachschaft oder in den Facebook-Gruppen) und testet euer Wissen an ihnen.

13. In einigen Studiengängen kommt es vor, dass man über fünf Fächer hat, alle mit verschiedenen Klausurzulassungen, Aufgaben-Abgabe-Terminen, Kleingruppenübungen, Webseiten, Bonusregeln und vielem mehr. Macht euch irgendwann einfach eine Liste mit den Terminen und Daten, damit ihr keine Fristen verpasst.

Bonustipp: 14. Benutzt, falls ihr sie nicht kennt, die wissenschaftliche Suchmaschine „WOLFRAM ALPHA“. Anders als Google sucht sie nämlich nicht nach Webseiten, sondern nach Antworten. Sie kann u.a. rechnen, Gleichungen lösen, chemische Formeln analysieren und spuckt alles Wissenswerte über Städte, Tiere, Personen und vieles mehr aus. Dieses Suchen nach Antworten erspart euch das Link-Surfen, das ihr vielleicht von Google kennt.

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Robin Thier

Gründer von seitenwaelzer, studiert in Münster und beschäftigt sich in seiner freien Zeit mit Bildbearbeitung, Webseitengestaltung, Filmdrehs oder dem Schreiben von Artikeln. Kurz: Pixelschubser.

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