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Energietechnik und Ressourcenoptimierung in Hamm III – Der Bossfight (Tipps und Tricks)

| Patrick Schuster |

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Kurz bevor das Semester endete, kam noch eine ganz besondere, um nicht zu sagen “magische” Veranstaltung. Die glorreiche “Weihnachtsvorlesung”. Geleitet von meinem Professor für Chemie und einigen wissenschaftlichen Mitarbeitern, wurden Experimente vorgeführt, die weniger unter die Kategorie “lehrreich” als “Ach, das war aber ein schöner Feuerball” fallen. Somit wurden Gummibärchen zum Explodieren gebracht (siehe Video), Alkalimetalle in Wasser gegeben (Video anbei), CDs in Mikrowellen gegrillt und Bier gebraut (welches übrigens sehr lecker schmeckte).

 

Hachja, so glitt man angeheitert und voller Vorfreude in die Feiertage, 2 Wochen Erholung, dann ging die Lernphase los. Verbleibende Zeit bis zum Beginn der Klausurenphase: Ein Monat und ein paar Tage. Also jetzt mal ab an die Arbeit. Innerhalb dieses Zeitraumes galt es nun sämtliche Inhalte des Semesters bis zur Perfektion zu beherrschen… naja, oder eben nicht.

Ich unterscheide gerne in zwei generelle Lernmethoden: Entweder man lernt über einen sehr langen Zeitraum kontinuierlich, mit vielen Wiederholungen (was gerade im Wintersemester dafür sorgt, dass man auch mal zwischen den Feiertagen lernen sollte). Oder man macht es wie ich, und drückt sich alles innerhalb des besagten Zeitraumes rein.
In meinem Fall (ich bin kein Überflieger aber auch nicht dumm wie 10m Landstraße bei Castrop-Rauxel) hieß das 7-10 Stunden täglich lernen, und das 4 Wochen lang – ok, am Wochenende vielleicht nur 3-4, irgendwo muss man ja auch mal Freizeit haben. Aber wer in einem ingenieurwissenschaftlichen Studium erfolgreich sein will (an dieser Stelle bin ich so frei und erlaube mir zu pauschalisieren), der sollte sich lieber warm anziehen. Denn wer in den Grundlagenfächern auf der Strecke bleibt, der muss das später nachholen, im besten Fall nur ein paar Vorlesungen, im schlimmsten Fall eine ganze Klausur.

*Wichtiger Hinweis: Egal was für ein Lerntyp ihr seid, eine Nacharbeitung aller Vorlesungen und Übungen während der Vorlesungszeit ist unerlässlich, wenn ihr mit dem Lernen anfangt, wollt ihr lieber längst alle Skripte und Aufgaben komplett haben. Andernfalls seid ihr permanent am Recherchieren oder ihr geht euren Kommilitonen auf den Wecker. Leicht abgeändertes Zitat aus der Studiengangs-Facebook-Gruppe: “Kann mir wer mit Chemie helfen? Ich verstehe Garnichts!” Versucht nach Möglichkeit, nicht diese Person zu sein. Niemand mag solche Personen.

Aber was tun, wenn man während des Lerners merkt, dass man doch irgendwo eine Lücke hat? Entweder geht ihr jetzt auf eure Kommilitonen zu, bildet Lerngruppen und habt ein wenig Spaß bei Lernen, oder ihr recherchiert selbst.
*Wichtiger Hinweis: Unterschätze NIEMALS die Macht des Internets. Gerade wenn man Probleme mit Mathematik hat, was, wenn wir mal ehrlich sind, generell der Fall ist, können Plattformen wie z.B. YouTube mit vielen nützlichen Rechentutorials helfen.

Gute YT-Channel und Websites, die mir sehr während des ersten Semesters besonders in Mathe geholfen haben sind z.B.:

https://www.youtube.com/user/JoernLoviscach

http://www.frustfrei-lernen.de/

 

Ein weiterer Tipp noch, bei dem ich euch aber bitten muss, ihn mit Vorsicht zu genießen. An meiner Fachhochschule werden Modulklausuren geschrieben, das heißt, z.B. Chemie und Physik ergeben zusammen ein Modul, und ergeben später zusammen eine einzelne Note, wobei Chemie 40% und Physik 60% der Gewichtung erhält. Dementsprechend sollte man bedenken, dass es möglicherweise sinnvoll ist, wenn die Zeit knapp wird, mehr Zeit in die 60% als in die 40% zu investieren. Aber unterschätzt 40% nicht, oder falls es auch einmal nur 25% sein sollten. Schreibt ihr die “wichtige” Klausur schlecht, und die “Unwichtigere” noch schlechter, so muss man sich darauf gefasst machen in 2 Semestern noch eine Ehrenrunde in dem Fach zu drehen.

Als letzten Tipp möchte ich euch noch mit auf den Weg geben: Keine Zeitplanung ist absolut wasserdicht. Es kann immer mal passieren, dass euch etwas beim Lernen dazwischen kommt, was akut und wichtig ist. Also plant am besten so, dass ihr vor jeder Klausur mindestens eine Woche Puffer habt, in der ihr “in der Theorie” schon mit dem Lernstoff durch seid. Hier könnt ihr dann gegebenenfalls weiterlernen, falls ihr noch nicht fertig seid, oder einfach noch ein wenig den Stoff überfliegen, während ihr den Fokus schon mal auf andere Fächer lenkt.

Ein wichtiger Rat, den ich mittlerweile von sehr vielen Professoren gehört habe: Die Ingenieursbranche boomt und es wird ein Kinderspiel sein als junger Ingenieur einen Job zu finden. Das Problem dabei ist, dass es genug unattraktive Jobs gibt, die man mit einem “Bachelor of Engineering” und einem 3,4 Abschluss machen kann. Aber wer will das schon. Also, wenn ihr denkt, dass diese Branche das Richtige für euch sein könnte, lernt viel und lernt richtig, dann lässt sich auch mit ein wenig Disziplin und Fleiß ein guter 2er- oder ein “schlechter” 1er-Schnitt erreichen. Denn dann sucht sich nicht die Stelle den Ingenieur, sondern der Ingenieur sich die Stelle aus.

Zum Abschluss möchte ich euch noch ein “kurzes” Video ans Herz legen, das auf der einen Seite einen Blick auf die nächsten Semester werfen lässt, zumindest in thematischer Hinsicht. Und auf der anderen Seite zeigt, mit was für alltäglichen Problemen wir uns in unserem Studiengang eigentlich beschäftigen.

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Patrick Schuster

Schönen guten Abend meine Damen und Herren, ich bin Patrick und mittlerweile seit ein paar Jahren im seitenwaelzer.de-Team. Ich bin aktives Mitglied unseres Spontan-Spontan-Podcasts und schreibe sonst viel im Bereich Technik und Innovation.

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