Ernährung / Gesellschaft und Lifestyle

Küchentipps für Studierende: Anleitung für ein gelungenes Valentinstagsdinner

Der Valentinstag steht bevor und du möchtest nicht auswärts essen? Wir geben Tipps, wie du in der eigenen Küche ein Dinner zaubern kannst.
| Lena Müller, Dominik Schiffer |

Geschätzte Lesezeit: 7 Minuten

Gemein

Am 14. Februar ist Valentinstag. Manchen von uns ist das verständlicherweise total egal, für andere hingegen bietet der Tag Anlass für einen romantischen Abend zu zweit. Besonders das gemeinsame Essen steht hierbei häufig im Vordergrund und ist ausschlaggebend für einen gelungenen Valentinstag. Vor allem Studierende entscheiden sich oftmals für ein in Zusammenarbeit zubereitetes Dinner in den eigenen vier Wänden. Schließlich ist das persönlicher und auch günstiger als ein gerade in Pandemiezeiten vielleicht eher klinisch wirkender Restaurantbesuch. Allerdings kann das Zubereiten einer schmackhaften Mahlzeit in der eigenen (WG-)Küche, welche von ihrer Ausstattung her meist zu wünschen übrig lässt, schnell mal zur Herausforderung werden. Passenderweise haben wir für euch eine Reihe von hilfreichen Tipps hinsichtlich der Vorbereitung und Planung, aber auch der weiteren Vorgehensweise während des Abends vorbereitet. Mit unserer Hilfe wird euer gemeinsames Valentinstagsdinner definitiv zum Erfolg!

Dabei ist es auch einerlei, ob ihr für ein Date oder gemeinsam mit Freunden für einen schönen Abend kocht. Diese Tipps sind universell anwendbar, was euch gerade dann zu Gute kommen wird, wenn einer nicht gerne kocht oder ihr an dem Tag durch den Job oder die Uni nebenbei noch viel zu tun habt.

Vorher

Mit einer guten Planung kann man das Gelingen des Abends bereits maßgeblich beeinflussen. Das beginnt schon bei der Auswahl des Menüs. Egal ob ihr zusammen kocht oder eine Person die andere bekocht – klärt im Voraus schon einmal ab, was ihr jeweils mögt, ob jemand Unverträglichkeiten oder Allergien hat. Das erspart euch unangenehme Überraschungen. Plant auch gemeinsam, was ihr nach dem Essen machen und wie ihr die Kosten aufteilen wollt. So bekommt der Abend ganz von alleine eine gewisse Grundstruktur, an der ihr euch orientieren könnt. Behaltet dabei aber immer realistische Erwartungen und taktet nicht alles komplett durch. Plant Puffer ein und habt Mut zur Lücke, so wird sich ganz organisch eine angenehme Dynamik entwickeln.

Ironischerweise ist ein romantisches Dinner nicht der rechte Moment zum Protzen. Denn am Ende sollte es immer darum gehen, so viel Zeit so entspannt wie möglich miteinander zu verbringen. Das wird aber nicht passieren, wenn man aufwändige Gerichte, die viel Aufmerksamkeit am Herd brauchen, zubereiten möchte. Sucht euch lieber ein Gericht aus, das ihr schon beherrscht, oder das ihr vorher problemlos ein paar mal üben könnt. Dabei ist es gar nicht so wichtig, dass es ausgefallen ist, der Akt des Kochens an sich ist viel wichtiger. Und wenn am Ende das Gericht auf dem Tisch steht, und man dafür nur wenige Minuten in der Küche stand, beeindruckt das umso mehr. 

Die eigenen Fähigkeiten sollten also ebenfalls mitbedacht und realistisch eingeschätzt werden, ebenso wie das zur Verfügung stehende Equipment und der Platz. Wer nur eine kleine Pantryküche besitzt, sollte nichts auswählen, was zu viele Töpfe fordert. 

Auf ausgefallene oder sehr teure Zutaten solltet ihr ebenso verzichten. Trüffel, Hummer und Co können schnell ein unangenehmes Gefühl beim Gegenüber auslösen. Investiert lieber in alltägliche Produkte, aber dafür von höherer Qualität. Bei den Mengen gibt es nur grobe Richtlinien. Über den Daumen gepeilt rechnet man pro Person 120-150g Nudeln oder 100-125g Reis, 200g Gemüse und 150-200g Fisch/Fleisch/pflanzliche Proteine. Entscheidet euch grundsätzlich eher für leichte Gerichte, damit ihr nach dem Essen nicht sofort ins Fresskoma fallt, gerade wenn ihr noch etwas anderes geplant habt.

Wir empfehlen ein einfaches Menü aus einem Hauptgang und einem Nachtisch, bei dem sich fast alle Komponenten vorbereiten lassen. Nachtisch am Vorabend machen, so dass er im Kühlschrank auf seinen Einsatz warten kann und schon einmal Getränke kalt stellen. Auch die meisten Nudelsoßen lassen sich problemlos vorkochen. Bereitet alles, was ihr vorher schon schneiden könnt, vor und stellt es bereit (abgesehen von Knoblauch, der würde die Küche verpesten, wenn er zu lange herumliegt). Solltet ihr einen Ofen haben: Einfach einen Auflauf vorbereiten, der erledigt sich quasi von selbst. Und niemals frittieren! Auch das verpestet die Luft und die Kleidung.

Wenn das Essen so weit vorbereitet ist, folgt der nächste Teil: duschen, aufräumen, lüften, Müll rausbringen, Bad putzen, spülen, was geht. Es ist keine Abendgarderobe vonnöten, aber eine Jogginghose muss es auch nicht sein. Das Umfeld sollte behaglich wirken. In einer WG solltet ihr auch vorher mit euren Mitbewohner*innen absprechen, dass ihr gerne den Abend über etwas Ruhe hättet.

Währenddessen

Wenn es dann so weit ist, und euer Date schon vor der Tür steht, sollten auch noch einige zusätzliche Dinge beachtet werden, damit der gemeinsame Abend möglichst stressfrei wird. 

Eine durchdachte Planung und Vorbereitung sichern euch eigentlich schon ein erfolgreiches gemeinsames Essen, allerdings sollte man seine Pläne auch nicht zu ambitioniert nacheinander abhaken wollen. Besonders wenn der Besuch eintrifft, muss man ihn nicht direkt schnurstracks zum Esstisch hetzen. Die andere Person darf gerne erst einmal in Ruhe ankommen. Auch das Essen muss nicht unbedingt sofort serviert werden, denn wenn sich das Date aus Versehen verspäten sollte, ist es nicht unbedingt von Vorteil, wenn sich das fertige Gericht schon seit 20 Minuten auf den Tellern befindet und schlimmstenfalls kalt wird. 

Es darf also ruhig erstmal entspannt miteinander geredet werden. Die Themenauswahl ist natürlich allen selbst überlassen, wobei gegebenenfalls nicht über all das Negative gesprochen werden sollte, was einem in den letzten Tagen so widerfahren ist. Vielleicht schenkt man sich selbst und der anderen Person zunächst einen Wein ein, falls das Gegenüber Alkohol trinkt, ansonsten eignen sich auch alkoholfreie Weine sehr gut. Gerade beim Alkohol sollte man sich aber vor allem zu Beginn des Abends eher zurückhalten. Er kann zwar entspannen, allerdings wirkt er sich meist unvorteilhaft auf die eigenen Koch-und Anrichtungskünste aus. 

Mit passender Musik könnt ihr außerdem für ein angenehmes Ambiente sorgen und auch kleine Gesprächspausen werden unauffällig überdeckt. Eine passende Playlist ist ohne Probleme schnell gefunden.  

Was das Kochen an sich betrifft, ist es immer schön, wenn beide Personen in irgendeiner Form an der Zubereitung der Gerichte beteiligt sind. Bei einer Konstellation aus Kochtalent und Kochmuffel können gerne einfachere Aufgaben, wie beispielsweise das Schnippeln oder Garnieren, an die weniger koch-affine Person abgeben werden, damit er oder sie nicht einfach tatenlos rumsitzt. Wenn beide gerne Kochen, kann die gesamte Zubereitung des Essens natürlich auch gemeinsam erfolgen. Wie schon zuvor erwähnt, ist es von Vorteil, die Zubereitungszeit beim Kochen so kurz wie möglich zu halten, da ja vor allem das gemeinsame Essen im Vordergrund stehen soll, und nicht das Schulter an Schulter vorm Herd stehen. Eine andere Option, wie man den Gast mehr in den Prozess der Zubereitung des Dinners integrieren könnte, wäre das Mixen von Cocktails. Diese dürfen natürlich auch gerne alkoholfrei sein. Das Mixen ist eine kreative und spaßige Beschäftigung, mit welcher man sich als Gast aktiv an der Abendgestaltung beteiligen kann.

Bei Salz, Pfeffer und scharfen Gewürzen sollte man außerdem immer auf Nummer sicher gehen und sich ganz an das Motto „Lieber zu wenig als zu viel“ halten. Nachwürzen ist überhaupt kein Problem, und da das Empfinden für die richtige Menge an Salz im Essen sowieso extrem subjektiv ist, sollten Pfeffer und Salz einfach mit auf den Tisch gestellt werden. 

Nach oder besonders während des Essens ist es auch immer unschön dem Drang nachzugehen, alles sofort wegräumen oder abspülen zu müssen. Obwohl man sich dabei oft nichts denkt und seine Küche nur sauber halten möchte, unterbricht es den gemeinsamen Moment. Dasselbe gilt für das ständige Inspizieren des Smartphones. Wer grade was in irgendeine WhatsApp-Gruppe schreibt, ist jetzt absolut nicht wichtig, und das ständige Aufblitzen des Smartphone Bildschirms auf dem Tisch lenkt nur unnötig ab. Deswegen legt die Smartphones möglichst für den Abend an die Seite. 

Nachher 

Wenn das Essen hinter euch liegt, solltet ihr euch noch einen Moment Zeit nehmen. Wenn ihr schon einen Plan für den weiteren Abend habt, könnt ihr das Gespräch schon einmal darauf lenken. Wenn nicht, dann sprecht entspannt darüber, wohin euch der Abend treiben könnte. Spülen und Aufräumen haben Zeit bis morgen (wie gesagt: ggf. mit den Mitbewohner*innen abklären!). 

Damit enden unsere Tipps dann auch. Gestaltet den Abend nach euren gemeinsamen Vorstellungen, denn es geht ja um euch und ist darum sehr individuell. Wir hoffen, wir konnten euch ein paar hilfreiche Anregungen mit auf den Weg geben, um den ersten Teil des Abends so stressfrei wie möglich zu bewältigen – auf dass der zweite umso entspannter wird.

Wenn du noch gar keine Ahnung hast, was du kochen könntest, findest du hier zwei einfache Beispielmenüs von uns.

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Lena Müller

In meiner Freizeit habe ich immer entweder einen Kochlöffel oder ein gutes Buch in der Hand. Dank meiner Vergesslichkeit kann ich mir auf Dauer eigentlich nur Songtexte und die Bedienung meiner Kaffeemaschine merken. Aktuell studiere ich Kommunikationswissenschaft in Münster.

Dominik Schiffer

Hat Geschichte und Skandinavistik studiert und ist dennoch weiterhin wahnsinnig neugierig auf Texte aus allen Jahrhunderten. Verbringt außerdem bedenklich viel Zeit in der Küche, vor Filmen/Serien, auf der Yogamatte und mit allerlei „Nerdstuff“.

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